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Rampenlicht gehört den „Ladies in Jazz“

Von: Gerd Simons
Letzte Aktualisierung:
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Bühne frei für „Ladies in Jazz“: Die 15. Auflage der beliebten „JazzBühne“ im Grenzlandtheater war den weiblichen Stimmen gewidmet. Marthe Römer (Bild), Christina Patten und Sybille Lambrick sangen – begleitet von der Band „Swing.it“ – insgesamt 13 Songs. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Kann ein Sonntag schöner beginnen als mit Gleichgesinnten in einem schönen Ambiente Zeit zu verbringen, in dem brillant intonierte Musik den Klangteppich für großartige Stimmen auslegt? Die Besucher der Veranstaltungsreihe „JazzBühne“, die seit Jahren erfolgreich im Aachener Grenzlandtheater (GLT) stattfindet, mussten diese Frage zweifellos mit einem lauten „Nein“ beantworten.

Zwei ausverkaufte Veranstaltungen am vergangenen Sonntag sowie glückliche und zufriedene Jazz- und Musikfans sprachen eine deutliche Sprache.

Von den Zwanzigern bis heute

Theaterintendant Uwe Brandt, Band-Leader Heribert Leuchter (Saxofon) und seine Band „Swing.it“, bestehend aus Steffen Thormählen (Schlagzeug), Manfred „Manni“ Hilgers (Kontrabass) und Pianist Gero Körner, hatten zur ersten Ausgabe der beliebten „JazzBühne“ in diesem Jahr eingeladen. Sie stand unter dem Motto „Ladies in Jazz“. „Im Jazz und Blues dominieren seit Jahrzehnten Männer und Männerstimmen, aber wenn es schön werden soll, dann kommt man ohne weibliche Stimmen nicht aus“, blickte Heribert Leuchter augenzwinkernd auf die lange Historie der Jazz- und Bluesmusik. Er erinnerte an Größen wie Ella Fitzgerald und Etta James, die beide weibliche Aushängeschilder dieses Genres waren.

Die Stimmen, die bei „Ladies in Jazz“ das Publikum verzauberten, zu lang andauerndem Beifall und sogar Standing Ovations animierten, gehörten Marthe Römer, Christina Patten und Sybille Lambrick, derzeit am Grenzlandtheater in „Into the woods“ engagiert. Was liegt da näher, als die JazzBühne in einem Feldversuch musikalisch zu öffnen, die Protagonistinnen auf die imaginäre Lichtung in die Kulisse von „Into the woods“ zu laden und mit ihnen gemeinsame Sache zu machen.

Und wenn dann noch das Angebot von „Swing.it“ kommt, die Sängerinnen könnten ihre Lieblingslieder mitbringen, dann ist die Sache perfekt. Und so spannte sich der musikalische Bogen bei „Ladies in Jazz“ in insgesamt dreizehn Songs von Jazz-Nummern der 1920er und 1930er Jahre bis in die Neuzeit, die von Leuchter & Co. hervorragend verjazzt und verswingt wurden. Sie zogen damit auch den Hut vor den aktuellen Hitparaden, in denen zum Beispiel Robin Williams mit „Puttin on a ritz“ oder Adele mit „Make you feel my love“ auf Top-Positionen vertreten sind.

Gesangliche Klasse

„Die jungen Musikliebhaber hier in Aachen kaufen CDs oder laden alte Jazz-Songs in aktuellen Arrangements aus dem Internet herunter, und hier bei der Jazz-Bühne könnten sie hautnah und gefühlsecht erleben, wie die Songs sich live anfühlen und wirken“, sagte Leuchter. Und Römer, Patten und Lambrick waren der lebende Beweis dafür, dass diese Musik alle Zeiten schadlos überstanden hat. Sie zelebrierten mit individueller gesanglicher Klasse Lieder wie etwa „It‘s a man‘s world“, „Fields of gold“, „A night like this“ und „Puttin on a ritz“ – grandios instrumentiert durch die Band „Swing.it“, die sich bei „Ladies in Jazz“ vornehm zurücknahm und den „Ladies“ das Rampenlicht gönnte. Das Publikum belohnte Gesangleistungen und instrumentale Solo-Einschübe immer wieder mit Szenenapplaus.

Nach der Zugabe „Make you feel my love“ fiel der letzte Vorhang bei der 15. Auflage der „JazzBühne“. Die nächste Ausgabe, die am 6. April um 11 Uhr und um 14.30 Uhr, stattfindet, steht im Zeichen der Jazz-Ikone Dave Brubeck. Der Vorverkauf beginnt diese Woche, Eintrittskarten gibt es ab Montag, 10 Uhr, an der Theaterkasse.

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