Aachen - Radstreifen am Krugenofen: Jetzt wird doch gepinselt

Radstreifen am Krugenofen: Jetzt wird doch gepinselt

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Sicherheit der Radfahrer hat Vorrang: Am Montag werden auf dem Krugenofen durchgängige Schutzstreifen markiert. Dadurch müssen in diesem Bereich 32 Parkplätze wegfallen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Insbesondere die CDU wird die Kunde mit einem Zähneknirschen vernehmen. Vor allem Fahrradfahrer werden sich hingegen freuen. Denn schon in wenigen Tagen wird möglich, was politisch zuvor gute zwei Jahre rauf- und runterdiskutiert wurde: Der Krugenofen erhält im Sinne der Sicherheit jetzt Schutzstreifen für die Zweiradfahrer.

Schon ab kommendem Montag sollen die Bautrupps anrücken und lospinseln, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die Fachfirma sei bereits informiert.

Da ging es jetzt flott, nachdem sich zuletzt Anfang des Monats der Mobilitätsausschuss erneut mit dem umstrittenen Thema beschäftigt hatte. Dort hatte es einige überraschende Wendungen gegeben. Zunächst hatte die zuständige Abteilungsleiterin Heike Ernst den Politikern erklärt, man könne umgehend mit den Markierungsarbeiten beginnen. Wenige Tage zuvor hatte es seitens der Verwaltung noch in der Bezirksvertretung geheißen, dies sei unmöglich.

Sorgte schon die Ansage von Ernst für Fragezeichen über den Köpfen der Politiker, so verwirrte Dezernent Werner Wingenfeld die Runde vollends. Er bekundete nämlich, doch lieber noch einmal einen Vorstoß bei der Bezirksregierung in Sachen Tempo 30 für den Kru- genofen starten zu wollen. Das hatte die Behörde in Köln – da es sich um eine Bundesstraße handelt, ist sie zuständig – Mitte des Jahres bereits rundweg abgelehnt. Ihm habe Regierungspräsidentin Gisela Walsken jedoch gesagt, es komme auf die passende Begründung an.

Und die sollte nun in Form der Baustelle auf der Kurbrunnenstraße vorgebracht werden, weil die Umleitung für diese Strecke über den Krugenofen führt und dort deutlich mehr Verkehr als sonst schon rollt. Problem: Eine Entscheidung der Bezirksregierung musste flott her, da laut Ernst die Radstreifen wegen der witterungsabhängigen Gewährleistung der Baufirma nur bis 31. Oktober markiert werden könnten.

Jetzt steht fest: „Am Krugenofen darf Tempo 30 nicht ausgeschildert werden – auch nicht zeitlich befristet, bis die Kanalarbeiten in der Kurbrunnenstraße abgeschlossen sind“, so das Presseamt am Montag. Dem Ansinnen der Stadt sei die Bezirksregierung nicht nachgekommen. Markiert werden kann indes trotz des nun in den November gerückten Termins doch noch: „Der Stadtbetrieb hat noch einmal mit der Baufirma verhandelt. Wenn jetzt begonnen wird, übernimmt diese die Gewährleistung.“

Dass jetzt die Radstreifen kommen, bedeutet im Umkehrschluss, dass 32 Parkplätze am Krugenofen wegfallen müssen. Bereits Donnerstagnachmittag sollen Schilder aufgestellt werden, die auf das Halteverbot ab Montag hinweisen. Wer bis dahin sein Blech nicht wegsetzt, könnte am Haken landen.

Dieser Wegfall der Parkplätze hatte insbesondere der CDU nicht geschmeckt. Sie wollte mit der Markierung zeitlich gesehen eigentlich so nahe wie möglich an die Einführung einer Bewohnerparkzone in diesem Gebiet heranrücken. Doch die kommt frühestens Mitte nächsten Jahres.

Die eigentlichen Markierungsarbeiten sollen dann 14 Tage dauern. Wobei das eben vom Wetter abhängig ist. „Wir brauchen mehrere Tage hintereinander trockenes Wetter“, so Björn Gürtler vom Presseamt. Der Krugenofen bleibt während dieser Zeit in beide Richtungen befahrbar. Allerdings ändert sich rundherum für die Dauer der Arbeiten einiges: Die Neustraße wird zur Einbahnstraße vom Krugenofen aus, die Sebastianstraße zum Krugenofen hin. Ebenfalls zu einer Einbahnstraße wird die Eynattener Straße.

Die Einmündungen der Nebenstraßen sowie der Weg zum Rewe-Markt werden laut Stadt nacheinander markiert, um die Zufahrten zu gewährleisten.

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