Radstation am Bahnhof: „Wabe” zieht positive Bilanz

Von: Nina Krüsmann
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Engagiert für Umwelt und Arbeitsmarkt: das Team von der „Wabe”-Radstation am Hauptbahnhof mit Fachbereichsleiterin Katrin Bauermeister (3. von links). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wer gerne Rad und gerne Bahn fährt, für den ist die Radstation der „Wabe” ein absoluter Volltreffer. Seit einem Jahr können Radfahrer ihr Mobil hier trocken und sicher unterbringen.

Insgesamt 156 Einstellplätze stehen zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung. Ein Tagesticket kostet 1 Euro, das für einen Monat 12,50 Euro, und die Jahreskarte ist für 120 Euro zu haben.

„Die Auslastung der Plätze stieg von anfänglich 26,8 Prozent kontinuierlich an und liegt nach einem Jahr bereits bei 69 Prozent”, verdeutlicht Katrin Bauermeister, Fachbereichsleiterin für Arbeit und soziale Integration beim Hilfsverein „Wabe” (Wohnung-Arbeit-Beratung).

Ein Renner sind auch die rund 40 Leihfahrräder. Um das Angebot zu erweitern, werden bis Ende Juli zwölf elektrounterstützte Fahrräder angeschafft.

Vor Ort können von den Mitarbeitern auch kleinere Reparaturen, Wartungs- und Pflegearbeiten ausgeführt werden. Alltägliche Probleme wie ein platter Reifen, ein Bremsen-Check oder eine defekte Glühbirne können so nebenbei gelöst werden. Für größere Arbeiten sind die räumlichen Kapazitäten allerdings nicht ausreichend.

„Deshalb arbeitet die Radstation eng mit dem Radrecycling-Projekt der Wabe an der Wenzelstraße zusammen”, erklärt Bauermeister. Zu reparierende Räder werden umweltgerecht mit einem Elektromobil dorthin transportiert.

„Das Projekt ist ein absoluter Selbstläufer. Neben der zufriedenen Kundschaft hat die Radstation nicht nur umweltfreundliche Aspekte, sondern auch soziale und arbeitsmarktpolitische Vorteile”, betont Sozialpädagogin Ulrike Wichert. Erstens würde so die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln gefördert.

„Und zweitens ermöglichen wir insgesamt 19 Mitarbeitern die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.” „Unsere Mitarbeiter sind zum Beispiel Langzeitarbeitslose oder haben einen Suchthintergrund. Bei uns lernen sie wichtige Schlüsselqualifikationen”, erklärt Bauermeister, wie die Mitarbeiter mit Hilfe der Radstation in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.

Für die fachliche Anleitung sind die Teamleiter zuständig. Sie vermitteln Kompetenz im Schrauben und Reparieren. „Auch Frauen und Menschen mit Behinderung arbeiten mit viel Motivation und Freude bei uns”, erzählt Teamleiter Bernd Mertens, wie die Mitarbeiter voneinander lernen. „Unsere positive Zwischenbilanz zeigt, dass wir mehr Einstellplätze, Leihfahrräder und Mitarbeiter brauchen könnten”, erklärt Bauermeister, welche Wünsche es für die nächsten Monate gibt.

Die Radstation am Hauptbahnhof, Zollamtstraße 3, ist montags bis freitags von 5.30 bis 22.30 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Infos unter 45019502 und im Internet.

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