Radsport-Tag fördert Integration

Von: Rebecca Kiljan
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Freuen sich auf den Familien-Radsport-Tag im Hirschcenter an der Elsassstraße: Die Organisatoren um Uschi Brammertz (3.v.r.) haben ein buntes Programm zusammengestellt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Für mehr Bewegung und Integration sorgt am Samstag, 12. September, der integrative Familien-Radsport-Tag am Hirschcenter. Bereits zum dritten Mal organisiert Uschi Brammertz, Mitglied des Aachener Arbeitskreises Integration durch Sport, die kostenlose Veranstaltung.

An diesem Tag können sowohl Menschen mit und ohne Behinderung, als auch Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ihre sportliche Seite ausprobieren: Auf dem vom Hirschcenter zur Verfügung gestellten Gelände wird ein großer Hindernisparcours aufgebaut sein. Dort können Interessierte mit dem Fahrrad ihre Koordination testen. Wer kein eigenes Fahrrad hat, der kann sich vor Ort eines leihen.

Weltrekordler dabei

Die Veranstaltung steht auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp. Von 11 bis 16 Uhr kann nicht nur der Parcours bewältigt, sondern auch die Fahrt auf einem Einrad, Dreirad oder Elektro-Fahrrad getestet werden. Max Schrom, Radsportler und Weltrekordler, bietet einen „Trial Workshop“ an. Bei „Trial“ wird das Fahrrad durch Hüpfen und Hindernis-Überspringen fortbewegt.

Das vielseitige Angebot verdankt der Förderverein des Aachener Arbeitskreis Integration durch Sport vor allem der großzügigen Spende der Aachen Münchener. „Durch sie konnten wir in diesem Jahr unseren Hindernisparcours vergrößern.“, erklärt Brammertz. Weiter fordert Brammertz auf: „Es sind alles Mitmach-Angebote, deshalb soll wirklich jeder kommen. Denn es gibt genügend Menschen, die nicht Radfahren können. Bei uns können sie hineinschnuppern und lernen.“

Das stellt Brammertz detaillierter dar: „Gerade bei Frauen mit Migrationshintergrund kommt es vor, dass sie noch nie zuvor Fahrrad gefahren sind. Warum auch? Je nach Ursprungsland ist es einfach nicht üblich mit dem Rad durch die Stadt zu fahren. Das können Sie heute ändern.“

Zudem wird am Familien-Radsport-Tag Rollstuhlhockey angeboten. Dieses Angebot richtet sich ebenfalls an Jeden, denn auch für Menschen ohne Handicap werden Rollstühle gestellt. „So können Menschen mit und ohne Behinderung zusammen agieren.“, erzählt Brammertz. Vor allem können Menschen, die normalerweise nicht im Rollstuhl sitzen, erfahren, wie viel Übung die Koordination beim Rollstuhlhockey braucht. Immerhin muss das Gefährt bewegt, gleichzeitig muss der Ball in eine Richtung gelenkt und dem gegnerischen Team ausgewichen werden.

Für jeden etwas dabei

Diese Verbindung des Fahrrads als Sportgerät, aber auch als Verkehrsmittel macht den Familien-Radsport-Tag ebenfalls aus. Daher wird auch eine Kunstradfahr-Show präsentiert. Diese und die anderen Attraktionen werden von Fritz Kuckartz, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses, moderiert. Kuckartz ist zudem Sponsor der Veranstaltung. Auch der Verein „Wohnung, Arbeit und Beratung“ (WABe e.V.) unterstützt die Radveranstaltung.

Durch die WABe werden an die 20 gebrauchte Räder gestellt, die am Familien-Radsport-Tag verkauft werden. Dabei handelt es sich um Markenräder, die zu moderaten Preisen angeboten werden. Von Mitmach-Aktionen, Präsentationen bis zum Verkauf – am Familien-Radsport-Tag ist für jeden etwas dabei.

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