Eilendorf - „Quicksteps“: Musik, die wirklich verbindet

„Quicksteps“: Musik, die wirklich verbindet

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Am 5. September spielen die „Quicksteps“ fürs Integrationsbündnis Eilendorf: Sebastian Schaber (Quickstep),Georg Rouette (Quickstep) sowie Herbert Schaber und Beate Jahn vom Eilendorfer Bündnis.

Eilendorf. Ska ist laut, fröhlich, schnell und sehr tanzbar. Sozusagen ein Gute-Laune-Garant. „The Quicksteps“ haben sich mit dieser Musik in der Region längst einen Namen gemacht. Beim September-Special waren sie dabei, beim Eupen-Musikmarathon auch, der Jakobshof war bis zu seiner Schließung quasi ihr Zuhause.

Am Samstag, 5. September, heizen die zehn Musiker den Eilendorfern ein – alteingesessenen, wie neu dazu gekommenen. Ab 19.30 Uhr spielen sie – umsonst und draußen – auf der Bühne vor der OT Birkstraße zugunsten des Eilendorfer Bündnisses für Integration.

„Wir treten immer mal zugunsten eines guten Projekts auf. Seit vergangenem Jahr, denken wir darüber nach, etwas für Flüchtlinge zu machen“, erzählt Sänger Georg Rouette. Da passte es natürlich gut, dass der Vater des Posaunisten, Sebastian Schaber, parallel begann, sich im Eilendorfer Bündnis zu engagieren.

„Das ist genau das, was wir brauchen“, freuen sich Beate Jahn und Herbert Schaber vom Eilendorfer Bündnis über das Engagement der „Quicksteps“. „Natürlich helfen wir den Flüchtlingen, die in Eilendorf untergekommen sind, auch einen Kinderwagen zu organisieren, oder begleiten sie zum Amt. Sprachkurse sind extrem wichtig.

Aber am meisten brauchen sie den Kontakt zu anderen Menschen. Die Chance, mal ihre winzigen Zimmer verlassen zu können und von ihrem Erlebten in der Vergangenheit und den Ängsten um die Zukunft abzuschalten“, erläutert Jahn. Und Schaber meint: „Nur so lernen sich die neuen und die alten Eilendorfer kennen und Vorurteile haben weniger Chance.“

So hat das Bündnis auch 2013 begonnen: Den Aufmarsch der rechtsextremen Partei „Pro NRW“ vor dem neu eingerichteten Flüchtlingsheim in der Hansmannstraße beantworteten rund 300 Bürger mit einem fröhlichen Frühjahrspicknick. „Wir wollten nicht nur gegen die Rechten protestieren, wir wollten einen Schulterschluss der Eilendorfer für die Flüchtlinge herstellen“, erinnert sich Schaber.

Bis die ersten Flüchtlinge 2014 einzogen, hatten sich bereits viele Unterstützer gefunden, die mit einem gut funktionierenden Netzwerk die Flüchtlinge überwiegend aus Afrika willkommen hießen. Mittlerweile sind diese regelmäßig Gäste bei Festen und Feiern im Stadtteil: Martinszug, Weihnachtsfeiern, gemeinsame Spaziergänge, der Saisonabschluss des SV Eilendorf…

An dieses Picknick wollen die Organisatoren auch am 5. September wieder erinnern und möglichst den bestehenden Unterstützerkreis von 300 Eilendorfern noch einmal erweitern. Deshalb wird es zwar Getränke geben, aber jeder ist aufgefordert, Decken und gut gefüllte Picknickkörbe mitzubringen. „So haben die Flüchtlinge auch die Chance, sich einzubringen und etwas zurückzugeben“, sagt Schaber. Und dann darf getanzt werden!

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