Qualitätsmerkmale in der zeitgenössichen Architektur gesetzt

Von: Esra Güner
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Geben mit ihrer Arbeit der Stadt ein Gesicht: Die diesjährigen Preisträger der „Auszeichnung guter Bauten“ gemeinsam mit Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen; Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Prof. Horst Fischer und Jury-Mitglied Prof. Holger Hoffmann. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Baukulturelles Schaffen in Aachen kann sich sehen lassen: In der Schalterhalle der Sparkasse am Friedrich-Wilhelm-Platz hat nun eine Ausstellung eröffnet, die einzigartige Architektur in Aachen porträtiert. 22 Bauten aus den vergangenen vier Jahren werden im Rahmen des Architekturpreises „Auszeichnung guter Bauten 2014“ vorgestellt.

Mit der „Auszeichnung guter Bauten 2014“ stellt sich der Bund Deutscher Architekten (BDA) in Aachen der Aufgabe, Gebäude der Gegenwart zu beurteilen. Der in der Regel alle drei Jahre verliehene Preis soll das Bewusstsein für Qualität im Planen und Bauen verbessern. Wie viel Qualität Aachen zu bieten hat, machte sich jetzt bei der Preisverleihung bemerkbar: Neben drei Preisträgern erhielten vier weitere Arbeiten Anerkennungen.

Ausgezeichnet wurden die folgenden drei Objekte: Das Center for mobile Propulsion, das als neues Kompetenzzentrum für unterschiedliche Institutionen der RWTH Aachen dient; die H41 Energetische Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses mitten in der Stadt sowie die Archäologische Vitrine im Elisengarten, welche 5000 Jahre Aachener Siedlungsgeschichte sichtbar macht. Sie alle konnten die fünfköpfige Jury überzeugen und Zukunftspotenzial beweisen.

Letzteres war bei der Begutachtung durch die fünfköpfige Jury besonders wichtig. „Die ausgezeichneten Objekte setzten alle Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur“, zeigte sich Architekt Holger Hoffmann begeistert. Das Jury-Mitglied ist vor allem stolz auf den Querschnitt aller geehrten Objekte. Vom Firmengebäude bis zum „Einfamilienhaus“ – alles ist dabei.

„Die Auszeichnung guter Bauten“ wird von Gruppen des BDA in ganz Nordrhein-Westfalen ausgetragen. Das Besondere im Gegensatz zu gewöhnlichen Architektur-Preisen: Nicht nur der Architekt, sondern auch der Bauherr erhält die Auszeichnung. „Schließlich ist die Kooperation zwischen beiden entscheidend für den Erfolg des Bauvorhabens“, ist sich Horst Fischer, Vorsitzender des BDA Aachen, sicher. Die drei ausgezeichneten Arbeiten sind nun teilnahmeberechtigt am „Architekturpreis Nordrhein-Westfalen“ des BDA Landesverbandes NRW, der im nächsten Jahr stattfindet.

Anerkennungen erhielten das Haus Schreber in Aachen, das Grünenthal Bürogebäude 411, der Neubau der Trianel Unternehmenszentrale und die Erweiterung des St. Leonhard Gymnasiums mit Platzgestaltung. Nicht jedes der Objekte stoße von Anfang an auf Begeisterung, stellte Hilde Scheidt heraus, bevor sie den Preisträgern die Urkunden überreichte. „Veränderungen sind manchmal schwierig“ sagte sie in ihrer Rede und verwies auf so manchen Aachener Bürger, der sich mit einem neuen Gebäude in der Stadt schwertut. „Trotzdem müssen wir lernen, diese Angst aufzubrechen und die neue Architektur wertzuschätzen“.

Wertschätzung ist auch Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen und Gastgeber der Preisverleihung, wichtig. Bis zum 4. November werden alle Arbeiten in der Schalterhalle der Sparkasse Aachen am Friedrich-Wilhelm-Platz zu sehen sein. Auf eine breite Öffentlichkeit können die Preisträger auch jenseits der Ausstellung hoffen. Falls die drei ausgezeichneten Objekte sich beim Architekturpreis NRW behaupten könnten, winkt eine weitere exklusive Möglichkeit: Sie würden dann 2016 für den renommierten „Architekturpreis Nike“ des BDA Bundesverbandes nominiert.

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