Aachen - Quadratisch, kreativ, karitativ: 100 Künstler gestalten Kacheln

Quadratisch, kreativ, karitativ: 100 Künstler gestalten Kacheln

Von: Jessica Jumpertz
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Neuauflage der Aktion „Künstler helfen Kindern“: In der Galerie Artikel 5 gaben (von links) Ela Schwarz, Anett Hoffmann, Volker Pöhlsen, Peter J.M. Schneider (kniend), Gabriele Prill, Monika Janssen, Petra Ostré, Susanne Anemüller und Doro Flatau den Startschuss. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein Porträt in Schwarz- Weiß, das Gesicht nur zum Teil zu sehen, mit Acrylfarbe festgehalten – aber nicht auf Leinwand. Das Kunstwerk ist auf einer 20 mal 20 Zentimeter großen handelsüblichen Wandkachel zu sehen.

Nachdem die Aktion „100 Künstler – 100 Kacheln“ ein Jahr pausiert hat, werden nun zum fünften Mal 100 nationale und internationale Künstler Wandkacheln gestalten, die im September zu Gunsten des Bunten Kreises versteigert werden. Jetzt erfolgte der Startschuss zur neuen Aktion, die dem Erfolg geschuldet ist. Eigentlich sollte 2014 die letzte Auflage erfolgen.

2007 hatte die von der Künstlerin Gabriele Prill ins Leben gerufene Aktion zum ersten Mal stattgefunden, versteigert wurden die Kacheln damals im Musikbunker. In diesem Jahr ist die Versteigerung im Stadttheater geplant. Dort werden die Kacheln auch vorher für drei Wochen ausgestellt, danach sind sie sechs Wochen in der Galerie „Kunstwechsel“ zu sehen. 2014 hatte die Versteigerung der Kacheln fast 10 000 Euro für den Bunten Kreis gebracht. „Wir sind sehr dankbar“, sagte Monika Janssen, Geschäftsführerin der Initiative in der Region Aachen. „Das ist eine wertvolle Unterstützung.“

Der Bunte Kreis kümmert sich um Familien mit schwer kranken Kindern und betreut die Familien, wenn sie wieder nach Hause kommen. Der Verein finanziert sich zum Großteil über Spenden. Die Mitarbeiter des Bunten Kreises stehen den Familien bei organisatorischen Dingen, aber auch für Gespräche zur Verfügung. Ziel ist es, den Familien ein Stück Sicherheit zu geben.

Aber es ist nicht nur die Spende, die für den Verein wichtig ist. „Es ist einmal der finanzielle Gewinn, das sind tolle Summen, die dabei zusammenkommen“, erklärte Janssen. „Aber die permanente Öffentlichkeitsarbeit ist genau so wichtig, in erster Linie, um Familien zu erreichen.“ Es sei ihr wichtig, dass die Familien wissen, dass es den Verein gibt, weil solche Situationen, in denen ein Kind schwer krank werde, einen oft unvorbereitet träfen.

Vom 1. April bis zum 15. Mai können Künstler an der Kachelaktion teilnehmen und selbst gestaltete Wandkacheln einsenden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – es gibt kein Oberthema, und die Künstler haben so wohl bei den Motiven als auch bei der Materialauswahl freie Hand. Dabei kann eine normale Wandkachel eine Herausforderung bieten. Die Künstler müssen sich überlegen, wie sie ihre Ideen auf der Kachel umsetzen können.

Dabei ist vor allem das Format für die Künstler interessant: „Man muss für ein Quadrat arbeiten“, erklärte Doro Flatau. Sie arbeitet mit Fotografien und muss die Formate anders gestalten, damit sie auf der Kachel richtig wirken. Doro Flatau ist es wichtig, an der Aktion teilzunehmen: „Künstler haben nicht so viel Geld auf der Bank, aber wir unterstützen das Projekt mit unserer persönlichen Arbeit.“ In diesem Jahr können auch Gebote online über die Website (siehe Zusatzbox) der Aktion abgegeben werden.

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