„Pulse of Europe“: Diesmal stehen 900 auf dem Katschhof

Von: Rolf Hohl
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Es werden immer mehr: Rund 900 Menschen setzen am Sonntagnachmittag auf dem Katschhof ein Zeichen für ein vereintes Europa. Foto: Andreas Herrmann
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„With A Little Help From My Friends“: Dieter Kaspari setzte den Schlussakkord bei der Kundgebung auf dem Katschhof. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Manchmal passt die Witterung ziemlich gut zur politischen Großwetterlage. Denn stürmisch sind die Zeiten derzeit nicht nur in Europa, sondern waren sie auch am Sonntagnachmittag bei der nun dritten „Pulse of Europe“-Veranstaltung in Aachen.

Und sandten die Teilnehmer der wöchentlich stattfindenden Kundgebung Sonntag zuvor noch ein „Bleibt bei uns“ in die Niederlande, war es diesmal ein erleichtertes „Dank je wel!“ – zu deutsch: danke sehr.

Trotz des einigermaßen erfreulichen Wahlausgangs für die liberalen Kräfte in den Niederlanden zog es am Sonntag mit über 900 Besuchern noch mehr Leute auf den Katschhof. Sie kamen zusammen, „um für das Selbstverständnis, mit dem wir hier am Dreiländereck jeden Tag zusammenleben“ zu werben, wie es Mitinitiator Manfred Kutsch beschrieb. Das sei eine Errungenschaft, die aber eben vielerorts keine Selbstverständlichkeit sei.

Die Bewegung ist inzwischen in 60 europäischen Städten aktiv. Dort überall finden sich jeweils gleichzeitig sonntags pünktlich um 14 Uhr immer mehr Menschen zusammen, um für ein vereintes Europa zu demonstrieren. Jeder der möchte, darf eine Redezeit von drei Minuten in Anspruch nehmen und so eigene Wortbeiträge einbringen – sei es Kritik, Lob oder persönliche Lebensgeschichten.

Immer wieder gibt es auch besondere Aktionen, die sich an den aktuellen politischen Ereignissen orientieren. Am Sonntag setzte etwa der Aachener Blues-Gitarrist Dieter Kas­pari mit dem Stück „With a little help from my friends“ von den Beatles den musikalischen Schlusspunkt unter die Kundgebung. Denn auch wenn es schon viele sind, Freunde kann die europäische Idee durchaus noch ein paar mehr gebrauchen.

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