„Pulse of Europe“: 1500 gehen diesmal für Europa auf die Straße

Von: Rolf Hohl
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Ein Zeichen für ein vereintes Europa: Vom Katschhof ziehen die Demonstration zum Grabenring. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Aufforderung, für Europa auf die Straße zu gehen, haben die Teilnehmer von „Pulse of Europe“ an diesem Sonntag wörtlich genommen. Rund 1500 erschienen zur Kundgebung auf dem Katschhof, deren Schlusspunkt diesmal ein kleiner Demonstrationszug um den Grabenring war.

Zuvor gab es wieder mehrere teils sehr persönliche Redebeiträge, die sich vor allem um die individuellen Freiheitsrechte drehten. Inzwischen gibt es die sonntäglichen Veranstaltungen schon in 117 europäischen Städten – und noch immer kommen neue dazu.

Die vergangenen Tage hätten Grund zur Zuversicht für das europäische Einigungsprojekt gegeben, sagte Mitinitiator Manfred Kutsch zum Auftakt. Der Sieg des parteilosen Kandidaten Emmanuel Macron bei der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen mache Mut für die Stichwahl. Auch die Einigkeit, mit der die 27 Staats- und Regierungschefs die Leitlinien für den Austritt Großbritannien beschlossen hätten, sei ein gutes Zeichen.

Stefan Weismann, Präsident des Aachener Landgerichts, bezog sehr deutlich Position für die Europäische Union. „Regelungen zu finden ist ein mühseliges Geschäft. Ich habe darum große Hochachtung vor den Politikern, die sich jeden Tag darum bemühen, gemeinsam Kompromisse zu finden“, sagte er. Weil dies aber ein gemeinsames Projekt sei, müssten sich auch die Bürger selbst immer wieder in diesen Diskurs einmischen.

Nächsten Sonntag um 12 Uhr

Am kommenden Sonntag findet die „Pulse of Europe“-Kundgebung bereits um 12 Uhr auf dem Markt statt. Weil dort um 15 Uhr auch die Reden zur Becquerel-Fahrradsternfahrt zum Protest gegen Tihange und Doel stattfinden, wurde die Veranstaltung um zwei Stunden vorverlegt.

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