Aachen - Publikumsrenner: „Fafnir-Ausstellung“ feiert gelungene Finissage

Publikumsrenner: „Fafnir-Ausstellung“ feiert gelungene Finissage

Von: Svenja Pesch
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Publikumsrenner: Die „Fafnir-Ausstellung“ im Centre kam bestens an. Deutlich über 22.000 Besucher wurden gezählt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit ein wenig Wehmut sprach Myriam Kroll, Kuratorin des Centre Charlemagne, am Sonntagmittag über die Finissage der Fafnir-Ausstellung, die man ohne Übertreibung in zwei Worten zusammenfassen kann: voller Erfolg!

Denn seit der Eröffnung im September letzten Jahres kamen weit über 22.000 Besucher in das Stadtmuseum und Kroll war sich sicher, dass man am letzten Ausstellungstag noch die 23.000er-Marke knacken werde.

Denn die Geschichte der Automobilbranche in Aachen lockte viele Interessierte an. Eine Gruppe fiel dabei besonders auf, wie Pia vom Dorp, Museumspädagogin des Kulturbetriebs, erzählte: „Normalerweise sind es tendenziell mehr Frauen, die Führungen buchen und sich das Museum anschauen. Aber die Fafnir-Ausstellung wurde von auffällig vielen Männergruppen gebucht. Egal ob Sportvereine, Herrengruppen oder Ingenieure – die Männer waren in den vergangenen Monaten häufiger im Haus, als sonst, was uns natürlich sehr gefreut hat.“

In über 300 gebuchten Führungen wurde den Besuchern die Automobilgeschichte des 19. und 20. Jahrhundert in Aachen nähergebracht. Denn dass in der Kaiserstadt vor allem im Bereich der heutigen Jülicher Straße Autos produziert wurden, wussten viele bis dato nicht. Heute forschen die Aachener Unis insbesondere auf dem Sektor der Elektromobilität. Auch die Fachvorträge wurden gut angenommen und viele Schulklassen freuten sich über die Gelegenheit, statt Mathe und Deutschunterricht eine kleine Lehrstunde im Bereich der Autoentwicklung zu bekommen.

Tobias und Mia fühlten sich am Sonntag ebenfalls wie kleine Mechaniker. Sie bauten im Rahmen des offenen Werkstattprogrammes unter Anleitung ihr eigenes Kistenauto aus Pappkarton mit Minikarosserie und Luftballonantrieb. Ihre Eltern schauten sich derweil die schicken Oldtimer im Foyer an. „Wir haben zwar schon letztes Jahr eine Führung mitgemacht, aber die Ausstellung hat uns so gut gefallen, dass wir heute noch mal gekommen sind“, erzählte Wiebke Stollenwerk.

Im Geschichtslabor wurde sichtbar, wovon Pia vom Dorp berichtete. Um die große Carrera-Bahn versammelten sich ausschließlich Männer. Die jüngsten von ihnen gerade einmal so groß, dass sie knapp über die Tischplatte schauen und das Wettrennen zwischen einem Porsche und Mercedes mitverfolgen konnten. Manchmal stimmen sie eben doch, die Klischees.

Und auch, wenn der ein oder andere Besucher die Oldtimer im Foyer sowie die Ausstellungsinhalte gerne noch länger sehen würde, so ist sich Kroll sicher, dass die kommenden Ausstellungen ebenfalls ihren Reiz haben und für viele Besucher sorgen werden.

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