Aachen/Nordeifel - Prominente Kunstförderer scheitern im Nationalpark

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Prominente Kunstförderer scheitern im Nationalpark

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Nordeifel. An Ideen und Plänen mangelte es nicht. Sie gingen sogar sehr weit. Zum Beispiel gab es die Vision, auf Burg Vogelsang eine Künstlerwerkstatt einzurichten und ein Kunststipendium zu vergeben.

Doch solche Träume sind für den „Förderverein Kunst und Natur im Nationalpark Eifel” ausgeträumt. Der Verein - bislang mit Sitz in der SPD-Zentrale nahe dem Kaiserplatz - ist pleite und seit Mittwoch im vorläufigen Insolvenzverfahren. „Insgesamt hat es zu wenig Unterstützung gegeben”, sagt Geschäftsführer Hajo Hoffmann. Was er auf das ehrenamtliche Engagement wie auch auf die finanzielle Seite bezieht.

Angefangen hatte der Verein im Juni 2004. Und bei der Gründungsversammlung in der Roetgen-Therme mischte auch mancher Prominente mit. So wurde zum Beispiel der damalige Regierungspräsident und heutige SPD-Spitzenkandidat für den Kölner OB-Posten, Jürgen Roters, zum Vorsitzenden gewählt und zu seinen Stellvertretern der SPD-Chef im Regionalrat, Rolf Kurth, der Künstler Professor Walter Dohmen (beide Langerwehe) und der Verwaltungschef des Nationalparks Henning Walter. Ebenfalls zu den Mitbegründern gehörte der renommierte Künstler Professor Benno Werth.

Fördermitglieder wurden zum Beispiel Roetgens Bürgermeister Manfred Eis und Hubert vom Venn. Sogar Aktionskünstler HA Schult bekundete damals Interesse, die Idee des Vereins zu unterstützen. „Daraus ist dann letztlich aber nichts geworden”, blickt Hajo Hoffmann zurück.

Der Verein sollte vor allem eine Brücke schlagen zu seinem Pendant im Nationalpark Harz, mit dem eine Kooperation besiegelt wurde. Zwei Mal schafften es die Kunstförderer denn auch, große Ausstellungen unter dem Titel „Natur - Mensch” aus dem Harz in die Eifel nach Gemünd zu holen. Nicht weniger als 150 internationale Künstler - von einer Jury aus 600 Bewerbungen ausgesucht - wirkten jeweils mit.

Doch das, so sagt Hoffmann, habe jeweils 6000 bis 7000 Euro gekostet. Geld, das man schließlich nicht mehr auftreiben konnte. Auch gebe es starke Konkurrenz zu diesem Förderverein, zum Beispiel durch die Vereinigung der Eifelmaler.
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