Aachen - Projektwoche an FH Aachen: Durch Teamgeist fit für den Job werden

Projektwoche an FH Aachen: Durch Teamgeist fit für den Job werden

Von: Nicola Gottfroh
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Haben technische und menschliche Aufgaben gelöst: Studenten der FH. Foto: Harald Krömer

Aachen. Projektwochen haben die 160 Maschinenbaustudenten im vierten Semester an der FH Aachen und zehn Oberstufenschüler von verschiedenen Schulen der Region im Laufe ihrer Ausbildung bereits viele erlebt.

Doch so etwas wie Pro8, so lautet der Titel der derzeit laufenden Projektwoche an der Aachener Fachhochschule, haben die Teilnehmer noch nicht kennengelernt. Denn die Aufgaben, die hier gelöst werden müssen, stammen weder aus dem Lehrbuch, noch haben Professoren und Dozenten sie sich ausgedacht.

Stattdessen bittet ein realer Industriebetrieb die Teilnehmer des Projektes um clevere Ideen zur Lösung eines Problems. „Die belgische Firma Faymoville hat den Studierenden und Schülern eine Aufgabe direkt aus der Praxis gestellt - jetzt müssen sie die Aufgabe innerhalb einer Woche lösen - in jeweils konkurrierenden Gruppen”, erklärt Projektleiterin Professor Martina Klocke vom Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik.

Know-how gefragt

Die zu lösende Aufgabe hat es in sich: Die angehenden Maschinenbauer sollen ein Montagesystem für teleskopierbare Schwertransportfahrzeuge entwickeln. Natürlich ist hier jede Menge fachliches Können und Know-how gefragt - doch steht noch etwas anderes im Mittelpunkt: der Teamgeist. „Ziel ist es insbesondere, die Teamfähigkeit zu schulen”, sagt Koordinatorin Miriam Aldenhoven. Deshalb wurden die Studenten und Schüler von der Projektleitung im Vorfeld in 20 achtköpfige Teams eingeteilt. „Wir haben die Teilnehmer so aufgeteilt, dass möglichst viele unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen im Team vertreten sind”, erklärt Klocke.

Die einzelnen Persönlichkeiten im Team sollen so erkennen, wie es später im Arbeitsleben sein könnte, dass man Kompromisse schließen muss und nicht immer seine eigenen Ideen mit aller Macht durchboxen sollte. „So eine Chance erhalten die Studierenden nie wieder. Hier haben sie die Möglichkeit, sich selbst einschätzen zu lernen, sie erhalten konstruktive Kritik, aus der sie Konsequenzen ziehen können, und erhalten darüber hinaus noch einen Eindruck von der Bearbeitung realistischer Problemstellungen in der Industrie”, betont Klocke.

Damit die verschiedenen Charaktere im Team nicht doch einmal aneinander rasseln, bekommen die Gruppen neben fachlicher Unterstützung von Maschinenbau-Studenten höherer Semester auch sozialpädagogischen Beistand von Studenten der Katholischen Fachhochschule Aachen. 24 „Teamcoaches” - als sogenannte „Tandems” mit jeweils einem Fach- und einem Teamgeist-Coach unterwegs - betreuen die Gruppen. Kai Bartel und Lina Franzen bilden solch ein Team - und haben eine Gruppe erwischt, in der kaum Arbeit wartet. „Sehr harmonisch”, lobt Franzen ihre Schützlinge.

Das findet auch Student Kirill Pankratov. Er hat schon in so einigen Unternehmen gejobbt - und festgestellt, dass dort der Teamgeist manchmal zu kurz kommt. „Schade eigentlich: Ich merke hier, dass man viel mehr kreativere Einfälle hat, wenn man anderen zuhört und nicht ständig auf eigenen Ideen beharrt”, sagt der Student.

Harmonie in der Gruppe

Ob die Harmonie in der Gruppe auch die Ergebnisse verbessert hat, wird sich am Ende der Projektwoche zeigen. Bis dahin müssen die Teilnehmer ein Plakat mit ihren Problemlösungen entwerfen - eine Jury wird die Arbeit dann bewerten.

Die Top-Drei Gruppen dürfen ihre Ergebnisse dann noch einmal dem gesamten Plenum in einer Power-Point-Präsentation vorstellen. Dann entscheiden die Projektwochen-Teilnehmer selbst, wer die besten Ideen hatte - und werten per Applausometer.
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