Projekt „TeeMo“: Überaus wichtige Hilfe für junge Mütter

Von: Tim Habicht
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Willkommene Spende: Frank Ertel (Vorsitz Förderkreises Kinderseele) und Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann (Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie) freuen sich über den Scheck, den Dr. Martin Gerth und Dr. Hans H. Kasten vom Rotary Club überbringen. Von der Unterstützung profitieren Teenager-Mütter wie Cindy Elmer mit Söhnchen Leon und Stephanie Fuß mit Töchterchen Sophie. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn junge Frauen unter 20, die teils selbst noch Kinder sind, plötzlich schwanger werden und ihr eigenes Kind erwarten, kommt oftmals die Angst gleich mit: Schaffe ich das überhaupt? Kann ich eine gute Mutter sein? Worauf muss ich beim Umgang mit meinem Kind achten? Um jungen Müttern diese Angst zu nehmen und ihnen zu zeigen, was sie gut und besser machen können, gibt es das Projekt „TeeMo“ (für Teenage Mothers als Mütter) vom Förderverein Kinderseele.

Genau dieses Projekt unterstützt der Rotary Club Aachen-Frankenburg mit einer Spende von 3700 Euro. Damit kann das Angebot erweitert und vielen jungen Müttern geholfen werden. „Wir unterstützen traditionell viele Projekt, die Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Der Schwerpunkt liegt bei der Bildung und Ausbildung von Benachteiligten. Deswegen passt dieses Projekt äußerst gut“, beschreibt Dr. Hans H. Kasten, Präsident des Rotary Clubs Aachen-Frankenburg, die Intention der Spende.

Das Angebot des Projektes „TeeMo“ ist bereits jetzt breit gefächert. Drei Trainerinnen und zwei Diagnostikerinnen besuchen zwei Mal wöchentlich die jungen Mütter in ihrem Zuhause. Dann werden Videoaufnahmen von ganz alltäglichen Situationen wie füttern, Windeln wechseln oder spielen gemacht. Später schauen sich die jungen Mütter mit den Trainerinnen die Videos an.

„Wir schauen gemeinsam, welche Signale das Kind sendet und bestärken die Mütter. Wir wollen das Positive herausarbeiten und zeigen, dass sie trotz ihrer Unerfahrenheit vieles richtig machen. Viele Dinge, die verbesserungsfähig sind, werden beim nächsten Mal schon direkt umgesetzt“, äußert sich Trainerin Anke Nießen über ihre bisherige Erfahrungen. Insgesamt neun Monate werden die jungen Mütter von den Trainerinnen und Diagnostikerinnen unterstützt.

Jetzt Gruppenabende

Durch die Spende des Rotary Clubs Aachen-Frankenburg wird das Angebot jetzt erweitert: „Wir können Gruppenabende mit kleinen Imbissen anbieten, die zum Austausch und Kennenlernen dienen. Denn das fehlt vielen jungen Müttern, die meist sehr isoliert sind. Außerdem haben wir nun die Möglichkeit, Referenten einzuladen, die etwa über die richtige Ernährung für die Kinder vortragen“, erläutert Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann, die Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, in deren Räumen die Gemeinschaftstermine stattfinden werden.

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