Projekt „Meine Welt“: Träume, Wünsche und Ängste junger Menschen

Von: Leon Heckmann
Letzte Aktualisierung:
13957779.jpg
Plakate drücken die Gefühlslagen junger Menschen aus: In der Citykirche stellten Projektteilnehmer die Arbeiten mit Projektleiter Felix Eicke aus. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Was ist „meine Welt“? Was bedeutet „Heimat“ für mich und wer oder was ist mir wirklich wichtig in meinem persönlichen Umfeld? Mit Fragen wie diesen haben sich verschiedene Jugendgruppen aus Aachen und Umgebung für das Projekt „Meine Welt“ des Bistums Aachen befasst.

Im Rahmen einer kleinen Vernissage wurde nun die Plakatausstellung mit den kreativen Ergebnissen des Projekts in der Citykirche St. Nikolaus eröffnet.

Entworfen und geleitet wurde das Plakatprojekt von Felix Eicke, Student der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule Aachen. Der 23-Jährige absolvierte in seinem fünften Studiensemester ein Praktikum im Fachbereich Kirchliche Jugendarbeit des Bistum Aachen und war auf der Suche nach einem geeigneten Thema für ein praktisches Projekt in der Arbeit mit Jugendlichen. Seine ersten Ideen drehten sich um das „Superwahljahr“ 2017 und die Sicht Jugendlicher auf die aktuelle politische Situation, erzählt der Student. Schnell sei ihm jedoch aufgefallen, dass man junge Menschen grundsätzlich anders ansprechen muss, um solche Themen zu diskutieren: Über das persönliche Umfeld und die Frage „Was ist meine Welt?“.

So entwickelte Felix Eicke „Meine Welt“ als offenes, kreatives Projekt, an dessen Ende die Gestaltung eines gemeinsamen Plakates durch jede Jugendgruppe stand. Zusammen mit den Jugendlichen, 14 bis 18 Jahre alt und unterschiedlichster Herkunft, diskutierte Eicke Fragen von Identität, Heimat, persönlichen Träumen, Wünschen und Ängsten. Die fertigen Plakate als Endergebnis der zweimonatigen Kreativphase verdeutlichen dabei, wie unterschiedlich die Jugendlichen die Frage „Was ist meine Welt?“ für sich beantwortet haben. So zeigen manche Plakate den Alltag der Teilnehmer und was „Heimat“ für sie ausmacht – Familie, Freunde, Hobbies, der Wohnort aber auch persönliche Wünsche und Ziele wie ein Traumberuf.

Andere befassten sich besonders mit „Heimat“ und Identität sowie der Frage, ob „zu Hause“ auch an mehreren Orten sein kann. Manche Gruppen verarbeiteten auch persönliche Erlebnisse von Krieg, Flucht und Vertreibung und formulierten Träume und Wünsche wie: Frieden, Freiheit und Gleichheit aller Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion. Trotz der vielen Unterschiede haben die Plakate aber eins gemeinsam, erzählt Projektleiter Eicke stolz: „Sie zeigen, was den Jugendlichen in ihrem Leben wichtig ist, und wo sie sich zu Hause fühlen.“

Auf vielen Plakaten sind dann schließlich doch auch eindeutig politische Themen erkennbar: Von der Ablehnung von Krieg und Gewalt bis hin zum Protest gegen das Atomkraftwerk in Tihange und einem Appell für eine nachhaltige Welt.

„Politische Diskussion durch die Hintertür“, resümiert der zufriedene Projektleiter. Die Plakatausstellung „Meine Welt“ ist noch bis zum 15. Februar in der Citykirche St. Nikolaus an der Großkölnstraße zu sehen und kann danach als Wanderausstellung gebucht werden. Interessenten können sich hierfür beim Referenten Kirchliche Jugendarbeit für die Regionen Aachen-Stadt und -Land, Udo Breuer, unter 4790108 melden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert