Projekt „Kultur macht stark“ eröffnet Kindern Möglichkeiten

Von: Svenja Pesch
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Kinderkunstprojekt: Barbara Jahn (3.von links) sowie die beiden Studenten der RWTH, Jan Borggreven und Daria Jägers, stellten mit den Kindern das Projekt vor. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn im Liegen richtig tolle Bilder entstehen und aus Pfeifenputzern kleine Menschen gemacht werden, dann ist das ein deutliches Zeichen für jede Menge Kreativität. 16 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren haben im Rahmen des Projektes „Kultur macht stark“, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, zwei Tage lang verschiedene Künstler und ihre Arbeiten kennengelernt.

Organisiert wurde das Ganze von der evangelischen Familienbildungsstätte Aachen und der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam mit dem Familienzentrum Elsassstraße in Zusammenarbeit mit der Grundschule Düppelstraße und der Didaktik der Gesellschaftswissenschaften der RWTH.

Sozial benachteiligt

Kindern aus sozial benachteiligten Familien wird dadurch die Möglichkeit gegeben, sich im Bereich der Kunst und der Medien kreativ auszuleben. Barbara Jahn von der evangelischen Familienbildungsstätte organisierte das Projekt maßgeblich und erklärt der Hintergrund: „Wir haben unter dem Motto ‚Kreative Vielfalt‘ an zwei Tagen mit den Kindern aus der Düppelstraße sowie aus dem Familienzentrum in der Elsassstraße zusammengearbeitet. Es gab zwei Gruppen. Die erste Gruppe befasste sich mit vier verschiedenen Malern und ihren Arbeiten, während die zweite innerhalb eines Films das Vorgehen dokumentierte.“

Michelangelo, Jackson Pollock, Alberto Giacometti und Claude Monet waren die vier Künstler, die von den Kindern genauer unter die Lupe genommen wurden. Lern- und Begabtentherapeutin Monica Maaß unterstütze vor allem die Fantasie der Kinder. So malten sie in Anlehnung an Michelangelo im Liegen ein Bild. In dieser Position fertigte der italienische Maler die Werke der Sixtinischen Kapelle an. Im Sinne von Pollock wurden die Leinwände mit ordentlich viel Farbe bespritzt. „Es war nicht die Aufgabenstellung, dass die Kinder die Bilder der Künstler nachmalten, sondern es ging darum, einfach ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken zu den Werken sichtbar zu machen“, so Jahn.

Die achtjährige Sarya beobachtete die beiden Tage oftmals durch die Linse. Gemeinsam mit dem Studenten Jan Berggreven der RWTH lernte sie, wie man spielerisch Filme macht und worauf es dabei ankommt. „Mir hat das total viel Spaß gemacht und die Arbeit mit der Kamera war echt super. Wir haben Interviews gemacht und die Entstehung der Bilder gefilmt“, so die Schülerin.

Das Projekt „Kultur macht stark“ wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Die Akteure widmen sich in weiteren Workshop neben dem künstlerischen auch dem musischen Aspekt. Jahn ist es ein persönliches Anliegen, dass jedes Kind, egal aus welchen Verhältnissen es kommt, einen Zugang zu Kultur bekommt. „Alleine die beiden Tage haben gezeigt, dass Kunst und Kultur Kinder berührt. Alle haben sich gut verstanden, egal aus welchen Nationen sie kommen und welche Sprache sie sprechen“, resümiert Jahn.

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