Projekt „Jugend macht Theater“: Vom Spielhaus geht‘s ins Schauspielhaus

Von: Rolf Hohl
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Freuen sich auf die nächste Vorstellung von „Jugend macht Theater“: (v.l.) Ingrid Böttcher, Udo Rüber, Sigried Fürst, Mira Loos, Heinrich Brötz, Oliver Velz, Helmut Reuling und Elke Djsafari. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Was 2012 mit „Alice in Aachen“ erfolgreich begann, wird jetzt fortgeführt. Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren führen dieses Jahr wieder eine Vorstellung unter dem Dach des Projekts „Jugend macht Theater“ auf. Dieses Mal wird es ein Stück nach dem Kinderbuch „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner sein. Eine Geschichte, die treffend in das aktuelle Zeitgeschehen passt.

„Für die jüngeren Kinder sind es die Tiere, für die älteren auch die politischen Züge, die in diesem Stück ganz interessant sind“, sagt Mira Loos, Theaterpädagogin am Theater Aachen. Es sei eines der Ziele des Projekts, dass sich die Kinder und Jugendlichen mit der politischen Situation und ihrer Umgebung auseinandersetzen. Wie schon 2012 werden die Kinder des Spielhauses am Kennedypark auch dieses Jahr vom Theater Aachen, von der Theater Initiative Aachen und dem Dezernat für Kinder, Jugend, Schule und Sport unterstützt.

„Erich Kästner passt unglaublich gut in die Zeit und steht zugleich für Ernst und Witz“, sagt Heinrich Brötz, Fachbereichsleiter des Dezernats. „Das ist die Keimzelle des Friedens, wie sich die Kinder hier zusammenrappeln.“ Und das tun sie mit Freude, wie der Leiter des Spielhauses, Helmut Reuling, immer wieder betont. Auch wenn anfangs alle die Hauptrollen übernehmen wollten, hätte am Ende jeder einen passenden Charakter für sich gefunden. „Der kleine Toni spielt jetzt zum Beispiel den Wurm, der nur sehr wenig Text hat.“ Man spüre, dass die Kinder richtig Lust auf das Projekt haben, wie Reuling sagt.

Masken und Kostüme herstellen

Mit der Hilfe von professionellen Theatermachern unter der Leitung von Mira Loos werden die Kinder und Jugendlichen während der Osterferien aus dem Kinderbuchklassiker eine bühnenreife Inszenierung machen. Dazu gehört auch, dass sie die Masken und Kostüme selbst herstellen und passende Choreografien dazu entwickeln. Das Stück biete zudem eine gute Möglichkeit, die jungen Schauspieler kindergerecht an das Thema Krieg heranzuführen, wie Loos sagt. „Schon jetzt sind sie sehr motiviert und können sich gut mit den Charakteren der Tiere identifizieren.“

Für Udo Rüber, Verwaltungsdirektor des Theaters Aachen, ist das Bühnenstück mit den Kindern eine willkommene Abwechslung. „Wir hatten schon beim ersten Projekt 2012 unglaublich viel Spaß daran und ich freue mich, dass wir das jetzt wiederholen können“, sagt er. Für die meisten Kinder und viele Zuschauer sei dies die erste Begegnung mit Theater und damit auch eine Gelegenheit, zu zeigen, was Schauspiel leisten könne. Dass dies mitunter mit viel Mühe verbunden ist, werden die Kinder spätestens in den nächsten Tagen lernen, dann üben sie das Stück nämlich ein. Das Resultat ist schließlich bei freiem Eintritt am 11. April um 14 Uhr im Mörgens zu sehen.

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