Projekt „Helle Köpfe“: Frühe Suche nach Traumberufen

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
11087486.jpg
Projekt "Helle Köpfe": Mitarbeiter Ralf Sander erklärte den Kindern den Zugang zu den Naturwissenschaften. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wer Kinder nach ihren Traumberufen fragt, bekommt nur selten Informatiker, Ingenieurin oder Biologe als Antwort. Und das, obwohl gerade in diesem Alter auch bei Mädchen die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften durchaus vorhanden ist.

Das macht sich das Projekt „Helle Köpfe“ der Fachhochschule Aachen in Zusammenarbeit mit den Grundschulen zunutze. Seit 2010 dürfen jedes Jahr zehn bis 13 Schüler eigens für sie gestaltete Lehrveranstaltungen besuchen – und diese wecken bei so manchen auch neue Vorstellungen davon, was einmal ihr Traumberuf werden könnte.

„Das Projekt läuft nun im fünften Jahr sehr erfolgreich“, stellt Roxana Riewe fest. Sie ist die Koordinatorin von „Helle Köpfe“ seitens der FH und betreut die Kinder während der insgesamt zwölf Veranstaltungen. „Wir versuchen vor allem auch den Mädchen zu zeigen, dass die sogenannten MINT-Fächer nicht nur etwas für Jungs sind“, sagt sie. Und tatsächlich bleibe nach dem Projekt bei vielen das Interesse erhalten. Anfangs wüssten viele nicht, was sich hinter diesen für manche schwer zugänglichen naturwissenschaftlichen Fächern verberge, aber durch die Veranstaltungen bekämen die Kinder schließlich ein Verständnis dafür, was sich mitunter bei der späteren Berufswahl bemerkbar mache, so die Koordinatorin.

Für die 13 Schüler im Alter zwischen neun und zehn Jahren gibt es darum wieder ein interessantes Programm. So fräsen sie etwa im Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik Schlüsselanhänger aus Aluminium mit Hilfe einer computergesteuerten Maschine und lernen verschiedene Blechbearbeitungstechniken kennen. Im Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik befassen sie sich in den kommenden Wochen mit der Robotik und widmen sich der Frage, wie ein Auto selbstständig fahren kann.

Auch Chemie und Biotechnologie kommen nicht zu kurz. Dort experimentieren die Kinder mit der Molekularküche und lernen im Fachbereich Medizintechnik, wie man mittels Biosensorik den Säuregrad von Lebensmitteln feststellen kann. Die teilweise komplexen Themen wurden von den Professoren extra kindgerecht aufbereitet, so dass diese während den jeweils anderthalb Stunden dauernden Veranstaltungen nicht nur eine Menge lernen, sondern auch erleben.

Damit das möglich gemacht werden konnte, haben sich elf Professoren der Fachhochschule aus ebenso vielen Fachbereichen freiwillig und ehrenamtlich für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Nun kommt jede Woche ein anderes Fach mit einem anderen Thema an die Reihe, und die Kinder dürfen sich auf eine lehrreiche Zeit freuen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert