Projekt „activ fürs Klima – Aachener Schulen und Kitas machen mit“ beendet

Von: Svenja Pesch
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Aachen. Vor allem die Zahlen sprechen für den Erfolg des Projektes „activ fürs Klima – Aachener Schulen und Kitas machen mit“, das jetzt offiziell beendet wurde. Zwei Jahre lang haben drei Viertel aller städtischen Schulen und Kindertagesstätten an dem vom Bundesministerium für Umwelt gefördertem Konzept teilgenommen.

Ziel ist, das Nutzverhalten und den Verbrauch von Strom und Wärme zu optimieren und zu reduzieren, um das klimaschädliche Kohlendioxid zu verringern. Umweltdezernentin Gisela Nacken setzt vor allem auf Nachhaltigkeit: „Es freut mich natürlich, dass wir so viele Menschen motivieren können. Vor allem, weil gerade Kinder echte Multiplikatoren sind. Sie geben neu erlerntes an die Eltern weiter und dadurch sorgen sie für eine Verbesserung, die weiter gegeben wird.“

92 Schulen haben seit dem 20. Januar 2011 diverse Maßnahmen zur Co2-Reduktion in die Tat umgesetzt. Vorab wurden die Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen mit ausreichend Informationsmaterial ausgestattet. Workshops, Anleitungen, ein Handbuch, sowie ein Theaterstück, brachten den kommenden Klimaexperten die Thematik näher. Was alle Vorangehensweisen vereint, ist die Struktur, die auch nach dem Projekt Bestand haben wird. Bald zeigten sich erste Erfolge. 2011 konnten 312 Tonnen Co2 eingespart werden, was 1,1 Millionen Kilowattstunden entspricht. 2012 waren es sogar 442 Tonnen, also 1,55 Millionen Kilowattstunden.

Doch nicht nur die Kinder selbst wurden von externen Beratern der Stadt informiert, auch weitere Schul- oder Kita-Angehörige lernten viel Neues. Energieberaterin Ulrike Leidinger und Klaus Schavan vom städtischen Gebäudemanagement bezogen vor allem die Hausmeister als Schlüsselfiguren ins Projekt mit ein, wie Leidinger erklärt: „Die Hausmeister sind diejenigen, die in den Einrichtungen unterwegs sind und Schwachstellen entdecken können. Angefangen haben wir mit ganz simplen Flyern, die darauf Aufmerksam machen, dass es viel besser ist, das Fenster nicht ständig auf Kippe zu haben, sondern zweimal täglich groß zu Lüften. Ein weiteres Beispiel ist die Heizungsregelung.“

Und dass diese Methoden zum Erfolg geführt haben, da sind sich alle Beteiligten einig, was allerdings nicht heißt, dass die Klimaprobleme damit vom Tisch seien. Es handelt sich bei allen Anregungen und Maßnahmen um einen Prozess, der auch nach dem Projekt weitergeführt werden soll. Die teilnehmenden Einrichtungen erhalten bei der Abschlussveranstaltung symbolische Checks über Boni für ihre Co2-Einsparungen. Die zehn besten Co2 Einsparer im Jahr 2012 sind: Kita Passstraße, Jackstraße und Schurzelter Straße; die Grundschulen Schönforst, Karl-Kuck-Straße, Am Lousberg, Am Höfling.

Zu den Siegern der weiterführenden Schulen zählen Gesamtschule Brand, Montessori-Gesamtschule, Heinrich-Heine Gesamtschule. Zusätzlich wurden durch die Unterstützung von Unternehmen 20.500 Euro bereitgestellt, die die zehn vorbildlichsten Aktionen prämiert. Dazu zählen die Kitas Wiesental, Bergstraße und Reumontstraße sowie die Grundschulen Vaalserquartier und GGS am Lousberg. Die Schüler haben auf ganz vielfältige Art und Weise das Thema Klima thematisiert und Verknüpfungen zu anderen Schwerpunkten hergestellt.

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