Aachen - Pro-Erdogan-Demo: Auch die Polizei hat noch Fragezeichen

Pro-Erdogan-Demo: Auch die Polizei hat noch Fragezeichen

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Für die Demokratie in der Türkei – Solidaritätskundgebung für die türkische Regierung“ – das ist der Titel der Großdemonstration, die in der Innenstadt geplant ist. Was unter anderem massive Folgen vor allem für die Aseag und damit auch für den CHIO-Zubringerverkehr haben wird.

Allerdings gibt es bezüglich der Veranstaltung noch einige Fragezeichen, die auch die Polizei beschäftigen. Zum einen ist das die Teilnehmerzahl. Weiterhin geht der Veranstalter von rund 1000 Personen aus. Laut Polizeisprecher Werner Schneider werden sie teils aus Köln mit Autos anreisen. Davon, wie viele es am Ende wirklich werden, könnte auch der Umfang der nötigen Sperrungen abhängig sein. Und vor allem fragt sich die Polizei, ob es doch noch zu Gegendemonstrationen und damit zu einer erhöhten Brisanz der ganzen Geschichte kommt. Angemeldet sei eine solche Gegenkundgebung bislang noch nicht, was jedoch noch bis Samstagfrüh geschehen könnte. Allerdings gebe es auch keine konkreten Hinweise auf einen Gegenprotest. So oder so wird wohl ein großes Polizeiaufgebot in der Stadt versammelt: „Wir werden, der Lage angepasst, ausreichend Kräfte vor Ort haben“, so der Polizeisprecher.

Unklar ist auch noch, wann Sperrungen nötig werden. Die Kundgebung ist von 11 bis 16 Uhr angemeldet. Beginn ist in der Stiftstraße. Auf diesen Ort habe der Veranstalter besonderen Wert gelegt, so Schneider. Irgendwann wird sich der Demonstrationszug über Gasborn und Peterstraße zum Elisenbrunnen bewegen, wo die Abschlusskundgebung geplant ist. Der Zeitpunkt ist jedoch unklar.

Und somit kann auch die Aseag kaum vernünftig planen. Klar ist nur, dass zeitweise die gesamte Achse Elisenbrunnen-Bushof nicht befahrbar sein wird. Davon betroffen sein werden die Linien 1, 2, 5, 7,11, 14, 21, 23, 24, 25, 27, 33, 34, 35, 36, 37, 44, 45, 46, 55, 57, 77, SB 63. Und darüber hinaus der „City-Shuttle“, der CHIO-Gäste vom Hauptbahnhof und vom Bushof aus zum Turnier bringt. Die Aseag weiß eben wegen der vielen offenen Fragen auch noch nicht, was sie tun kann, soll und muss.

Die Folgen könnte von leichten bis zu großen Verspätungen oder auch Umfahrungen der Innenstadt und damit weiteren Wegen reichen, so Aseag-Sprecherin Anne Linden. Da wegen der Behinderungen vielleicht mehr Leute mit dem Auto in die Soers kommen, gibt es an der Haarener Friedenstraße 1000 weitere Parkplätze (6 Euro) und einen zusätzlichen Bus-Shuttle. Fragen werden unter der Telefonnummer 1688-1 bei der Aseag beantwortet.

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