Aachen - Prinz Tim. I lässt die Wellen hoch schlagen

Prinz Tim. I lässt die Wellen hoch schlagen

Von: Katrin Haas
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Die ersten Kamelle fliegen schon: Märchenprinz Tim I. wurde traditionsgemäß in majestätischer Sänfte in den Saal getragen. Foto: Andreas Steindl
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„Land unter“ auf der Eurogress-Bühne: Die Pennäler von der Passstraße präsentierten „Miez und Anton unter Wasser“ – und setzten damit einen prima Höhepunkt bei der Proklamation. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der ehemalige Märchenprinz und ab sofort Zeremonienmeister Tobias I. will sein Zepter anscheinend noch nicht so recht an seinen Nachfolger Tim I.,abgeben: Er kündigt versehentlich sich, Tobias I., als Märchenprinz 2013 an. Doch sowohl das Publikum als auch Tim I. nehmen das mit Humor.

Vor rund 1300 kleinen und großen Narren krönen Wolfgang Rademacher, Leiter des Aachener Kinder Karnevals (Akika), AAK-Präsident Wilm Kürken und OB Marcel Philipp den neunjährigen Tim Führen zum 60. Märchenprinz.

Doch bevor es los geht, wartet Tim. I. im Prinzenkostüm hinter den Kulissen. Dort wuseln Tanzmariechen, Nixen und Betreuer aufgescheucht durch die Flure. Tim wartet jetzt nur noch gespannt auf seinen großen Auftritt. „Ich freue mich total auf die kommende Session.“ Der Neunjährige ist nur „ein bisschen“ nervös vor seinem Auftritt. Bühnenerfahrung hat er schon gesammelt, in der Rolle des „Schängchen“, die über 1000 Besucher schocken ihn nicht. „Der Tim ist da total cool“, bestätigt auch Prinzenmutter Silke Führen. „Er freut sich, dass es jetzt endlich los geht. Aber das Kostüm hat er zuhause mindestens drei Mal zur Probe angezogen.“

Kein Wunder, schließlich muss alles sitzen, wenn die Scheinwerfer angehen und der Tusch ertönt. Für den Notfall steht ihm ja auch der erfahrene Zeremonienmeister, Tobias I. beiseite. Seit zwei Jahren ist Tim beim Akika, im normalen Leben geht der Neunjährige in die vierte Klasse der Domsingschule. Und über die Schule ist er auch beim Karneval gelandet. Die Schule leidet aber nicht unter dem besonderen Hobby: „Die meisten Veranstaltungen sind am Wochenende, in der Woche sind nur am Nachmittag ganz wenige Auftritte“, sagt Radermacher. In diesem Jahr tanzen oder schwimmen vielmehr alle Jecken zu dem Motto von Tim I.: „Janz Oche sengt an Worm än Pau met Märcheprenz än Meerjungfrau“.

Damit ist auf der Bühne für alle sieben beteiligten Vereine „Land unter“ angesagt, auch das Prinzenspiel „Miez und Anton unter Wasser“ der Europaschule Passtraße lässt die Wellen hoch schlagen. 350 Aktive stehen dabei auf der Bühne. Mit viel Liebe zum Detail schicken die Community Dancer, Eulenspiegel, Öcher Duemjroefe, Horbacher Freunde, Hooreter Froennde, Oecher Börjerwehr und die Neptun Tanzkompanie ihre blau-grün schimmernden Meerjungfrauen, leuchtend-rote Hummer und gruselige Unterwassermonster auf die Bühne und lassen das Wasser brodeln.

Die kurze Saison macht auch dem Kinderkarneval zu schaffen: „Das Problem ist, dass heute Nachmittag noch einige Kinderfeste stattfinden.“ Trotzdem ist der Europa-Saal im Eurogress gut gefüllt. Und das Wort Nachwuchsprobleme kennt Wolfgang Radermacher nicht: „Es gibt Kinder, die werden 14 Tage nach der Geburt bei uns angemeldet.“ So lange ist Tim I. noch nicht dabei, trotzdem widmet er sich mit aller Kraft seiner neuen Aufgabe. Am meisten freut sich der neue Herrscher Tim I. auf den Kinderkostümzug am Tulpensonntag, „wenn ich auf dem Wagen stehen darf!“

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