Priesterjubiläum: Da bleibt in der Kirche kein Plätzchen mehr frei

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Beliebter geht nicht: Pfarrer Andreas Mauritz feierte in der voll besetzten Kirche St. Jakob sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Kein einziges Plätzchen war am Sonntag in der überfüllten Kirche St. Jakob beim gewohnten Sonntagsgottesdienst, der diesmal zu einem feierlichen Dankgottesdienst wurde, zu ergattern. Anlass hierzu war das 25-jährige Priesterjubiläum, das der nicht nur bei seinen Pfarrangehörigen beliebte Pastor Andreas Mauritz (51) begehen konnte. Seit vier Jahren wirkt er inzwischen in der Gemeinschaft der Gemeinden Heilig Geist, Maria im Tann, St. Hubertus und St. Jakob.

In seinem damaligen Einführungsgottesdienst am 13. Februar 2011 hatte er als neuer Pastor der Gemeinde versprochen, sie in Liebe in seine Arme schließen zu wollen. Mauritz hat sein Versprechen gehalten. Das wurde einmal mehr in der begeistert aufgenommenen Ansprache des stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzenden von St. Jakob, Günther Fündling, deutlich. „Kurz nachdem Sie in Ihren neuen Wirkungskreis eingeführt worden waren, entschlossen Sie sich am 2. März 2011 ganz spontan und unvorbereitet, Ihren neuen Wirkungskreis von fast ganz oben anzusehen und gleichzeitig der Pfarrgemeinde zum ersten Mal richtig auf’s Dach zu steigen. Furchtlos kletterten Sie im Turmhelm über senkrechte Leitern ohne Fangkorb empor, um von der oberen, kleinen Galerie, wo die Hubertuslampen installiert sind, die vier Gemeinden aus der Vogelperspektive zu betrachten. Spontan und zupackend arbeiten Sie seitdem in der Pfarre und gehen mit Offenheit und Liebe auf alle zu.“

Am 3. März 1990 hatte Andreas Mauritz im Aachener Dom durch Bischof Klaus Hemmerle die Priesterweihe empfangen. Ein Dreivierteljahr zuvor war er von Weihbischof Karl Reger zum Diakon geweiht worden. Beim Dankgottesdienst in St. Jakob konnte nun der Geistliche im Kreise zahlreicher Weggefährten, seiner Familie und der Gemeindemitglieder das Silberne Priesterjubiläum begehen. Bereits als Sechsjähriger war der kleine Andreas Ministrant, Sternsinger und auch Pfadfinder geworden, wirkte später als Lektor, avancierte zum Regional-Jugendseelsorger Aachen-Land und zum Regionaldekan für Aachen-Land mit 170.000 Katholiken sowie sechs Jahre zum Bundespräses des Dachverbandes der deutschen katholischen Jugend. Neun Jahre engagierte sich Andreas Mauritz als Diözesankurat für 7000 DPSG-Pfadfinder und ist seit Jahren ehrenamtlich bei der Caritas tätig.

Beruflich hatte der Jubilar ursprünglich einer Cousine nachgeeifert und wollte wie sie ein Bankangestellter werden, besuchte dazu die Höhere Handelsschule. „Nach einem Besuch 1981 in Rom, wo ich Papst Johannes Paul II. persönlich kennenlernte, reizte es mich, Priester zu werden“, erzählt Andreas Mauritz. Und gerade an die Studienzeit in Würzburg erinnerte auch jetzt beim Dankgottesdienst Propst Dr. Thomas Eicker aus Kerpen, einer seiner Weggefährten. „Ich erinnere mich an 1986, als wir beide in Rom waren und dann in Würzburg eine Vorlesung für den Predigtbereich belegt hatten. Du, Andreas, hattest Dich in Anlehnung an das Wort eines französischen Philosophen als Thema für die Bedeutung eines Brunnens in der Wüste entschieden. Auch heute noch wird auch in St. Jakob ein Brunnen zum Lebensbild, in der Hoffnung einen Trank zu finden“, so Propst Eicher.

Breitgefächert war die musikalisch Gestaltung des Dankgottesdienstes. Zu Beginn gestalteten die Kinder des Kinderchores Heilig Geist in einem Singspiel die Rolle des „Leben schenkenden Wassers“. Der Gottesdienst wurde nicht nur generationenübergreifend, sondern auch interkulturell gestaltet. So sangen nicht nur im Wechsel die Chöre der Gemeinschaft der Gemeinden, sondern auch die Gläubigen der Afrikanischen-Katholischen Gemeinde. Aufhorchen ließen zum Abschluss, unter Leitung von Claudia Heuschen, das Pfarrorchester und das Ensemble K mit dem Prelude und zwei Fantasien von John Hilton.

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