Aachen - Preuswald: SPD will Klage gegen Annington

Preuswald: SPD will Klage gegen Annington

Von: os
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Aachen. Im Preuswald sei „nicht das passiert, was versprochen wurde“, bemängeln die Sozialdemokraten. Die Deutsche Annington, der die meisten Wohnungen in der Waldsiedlung nahe der belgischen Grenze gehören, lasse die Substanz verfallen und investiere kaum, beklagen sie.

„Das ist nicht hinnehmbar“, findet die Aachener SPD, „deshalb müssen wir dringend Druck machen auf die Annington.“

Dass diese oder ähnliche Sätze durchaus auch vor einigen Jahren schon hätten fallen können und wohl auch gefallen sind, wissen SPD-Chef Karl Schultheis, OB-Kandidat Björn Jansen und Ratskandidat Manfred Bausch natürlich selber. Deshalb plädieren sie nun einmal mehr dafür, die Gangart gegen den Wohnungskonzern deutlich zu verschärfen. Die Zeit der ewigen Gespräche und Vertröstungen müsse beendet werden. „Die Stadt sollte Rechtsmittel einlegen, was den Erbbaurechtsvertrag angeht“, fordert Jansen, denn: „Passiert ist hier letztlich gar nichts, und wir dürfen keine weiteren sechs Jahre schlafen.“

Soll heißen: Die Stadt soll die Annington verklagen, um das Unternehmen an seine gesetzliche Pflicht zur Instandhaltung zu erinnern. Dazu biete, so der Landtagsabgeordnete Schultheis, im Übrigen das gerade vom Landtag verabschiedete neue Wohnungsaufsichtsgesetz den Kommunen deutlich verbesserte Möglichkeiten, gegen Vermieter vorzugehen, die ihre Wohnungen vernachlässigen.

Kritik an der Stadtverwaltung

Kritik üben die Sozialdemokraten auch an der Stadtverwaltung, die SPD-Anträge zur Verbesserung der Situation im Preuswald – etwa was einen teilweisen Rückkauf von Wohnungen angeht – nicht weiterverfolgt habe. „Nichts wird von der Stadt ernsthaft zu Ende geprüft“, ärgert sich Bausch. „Das ist verantwortungslos.“

Vom Einlenken des Konzerns in Sachen Schwimmbad im Preuswald sollte man sich bei der Stadt jedenfalls „nicht blenden lassen“, findet Jansen. Die Annington hatte mit OB Marcel Philipp (CDU) und dem Stadtsportbund, dessen Vorsitzender der SPD-Mann Björn Jansen ist, Anfang Februar verkündet, dass das marode Bad Anfang März wieder öffnen soll – was bislang nicht geschehen ist. Der Grund: Die Annington habe die elektrotechnischen Anlagen noch nicht saniert, sagt Jansen. Hier geht er aber davon aus, dass der Konzern auch Taten folgen lässt.„Wir hoffen, dass das in ein paar Wochen erledigt ist.“

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