Aachen - Preuswald: Bürger wollen Lösung bei Podiumsdiskussion erzielen

Preuswald: Bürger wollen Lösung bei Podiumsdiskussion erzielen

Von: Johannes Leitner
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Aachen. Eigentlich könnte alles so einfach sein im Preuswald: Das Immobilienunternehmen Vonovia hatte die Stadterneuerungsgesellschaft Steg NRW mit der Erstellung eines Konzeptes zur Entwicklung des Viertels beauftragt.

Heraus kam als Ergebnis das sogenannte „Integrierte Quartiersentwicklungskonzept“, zu deren Umsetzung die Vonovia mehr als bereit ist. Doch bisher scheitert es an einem Knackpunkt: am Hochhaus in der Altenberger Straße.

Für Vonovia und Steg war nach Ausarbeitung des Konzeptes klar: Die finanziell günstigste Lösung liegt in einem Abriss des 17-stöckigen Hochhauses und einem Neubau von viergeschössigen Wohnhäusern. Doch verhindert bisher die Uneinigkeit zwischen Eigentümer und Übernahmeinteressent ein Vorwärtskommen der Pläne. Die Verhandlungen zwischen Inhaber Vonovia und der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Gewoge als potenzieller Käuferin stocken seit Monaten.

Für den kommenden Mittwoch, 28. September, hat die Stadtteilkonferenz daher zu einer Podiumsdiskussion ins Gemeindezentrum Maria im Tann in der Reimser Straße 59 um 19 Uhr eingeladen. Man erhofft sich, durch diesen Schritt, an die Öffentlichkeit zu gehen, der Stadt und der Gewoge vor Augen zu führen, dass man deren Passivität nicht einfach so hinnehmen wolle. Es herrscht Unverständnis darüber, dass seit der Feststellung der unterschiedlichen Vorstellungen von Vonovia und Gewoge Mitte Juni keine konkreten Fortschritte der Verhandlungen erkennbar sind.

„Die Stadt muss einen Beitrag zur Entwicklung des Preuswalds leisten“ betont Birgitt Valk von der Teiloffenen Tür Preuswald und der Pfarrei St. Jakob, Gemeinde Maria im Tann. „Es ist unser dringendes Anliegen, Einigkeit über das Konzept zwischen allen Beteiligten zu erlangen“, fügt Gaby Lang von der AWO Preuswald hinzu. Schließlich gehe es um eine nachhaltige positive Entwicklung des Viertels, in dem laut aktuellem Sozialentwicklungsplan der Stadt dreimal so viele Transferleistungsempfänger wie im Rest von Aachen wohnen.

Auch OB Marcel Philipp wurde ursprünglich - bereits im Juli - zur Podiumsdiskussion eingeladen, sagte jedoch ab. Für die Preuswald-Initiative eine Enttäuschung, hatte Philipp doch einst im Wahlkampf den Preuswald zur Chefsache erklärt. Stattdessen schickt dieser als Vertretung Rolf Frankenberger, neuer Leiter des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration. Sicher zugesagt haben Mario Stamerra, Geschäftsführer der Vonovia, und Norbert Plum vom Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss.

Zusätzlich wurden die Vorsitzenden des Kinder- und Jugendausschusses, des Ausschusses für Soziales und Integration, des Planungsausschusses sowie des Schulausschusses eingeladen. Die Linke-Fraktion im Stadtrat entsendet Ellen Begolli, auch CDU und Grüne wurden benachrichtigt.

Nachdem die verschiedenen Initiativen des Preuswaldes ihre Statements abgegeben haben und Patrick Leenings, stellvertretender Regionalleiter der Vonvia einen Überblick über das Projekt gegeben hat, werden die anwesenden Politiker und anderen Gäste die Möglichkeit haben, Stellung zu nehmen und Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger zu beantworten.

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