Presseraum im Haus Löwenstein: Mehr Licht, Ton und Multimedia

Von: Robert Esser
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Der Umbau läuft bis zur Pressekonferenz „Tour de France“ auf vollen Touren: Robert Schmidt (2.v.l.) und Engelbert Chaumet (3.v.l.) vom städtischen Gebäudemanagement, der Vorsitzende des Fördervereins Aachen-Fenster, Hans-Dieter Collinet (1.v.l.), sowie Bernd Büttgens und Jutta Bacher vom Fachbereich Presse und Marketing freuen sich auf das komplett umgestaltete Löwenstein-Foyer. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Vor einer meterlangen goldener Kaiserstadt-Silhouette wird Oberbürgermeister Marcel Philipp am Montagvormittag erstmals im sonst weiß getünchten „Löwenstein-Foyer“ – einem neuen Presseraum im alten Haus Löwenstein vis á vis zum Rathaus – Journalisten über den Stand der Dinge in Sachen Tour de France in Aachen informieren.

Damit wird der Eckraum im Erdgeschoss des gotischen Bauwerks – das 1344 quasi parallel zum Rathaus fertiggestellt wurde und zu den wenigen Gebäuden gehört, die den großen Stadtbrand von 1656 überstanden haben – nach jahrelangem Leerstand endlich neu belebt. Rund 70.000 Euro kostet der Umbau.

„Künftig werden hier die Pressekonferenzen der Stadt eine zentrale Heimat haben – mit allen dafür notwendigen technischen Rahmenbedingungen“, erläutert Stadtsprecher Bernd Büttgens. Bis zu 100 Zuhörer finden Platz. Bislang wurde zu solchen Großveranstaltungen in den Ratssaal geladen.

Die meisten Pressekonferenzen – abgesehen von Tour de France, Karlspreis oder CHIO – ziehen allerdings weniger Journalisten an und fanden deshalb in verschiedenen städtischen Büros, Besprechungsräumen oder im Amtszimmer des Oberbürgermeisters statt. Doch dort waren weder Licht noch Hintergrund für Fotografen und Fernsehteams ideal, und es konnten keine optimale Tonübertragungen, geschweige denn multimediale Präsentationen gewährleistet werden.

Im neuen Raum gibt es einen Full-HD-75-Zoll-Bildschirm, eine fest installierte Tonanlage mit zwei Mal 400 Watt stereo – und weitere technische Finessen: zum Beispiel 23 hocheffiziente LED-Stromschienenstrahler mit je 24 Watt und unterschiedlichen Charakteristiken in „Flood- und Spot-Optik“. Unterschiedliche Lichtszenen können so einerseits für Pressekonferenzen und andererseits für Bürgerinformationsveranstaltungen oder diverse abendliche Vorträge und Debatten genutzt werden.

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) und der Förderverein „aachen_fenster – raum für bauen + kultur e.V.“ wird dort neben seinem großen Stadtmodell Veranstaltungsreihen anbieten. Der Fördervereinsvorsitzende Hans-Dieter Collinet: „Wir sind sehr angetan von diesem neuen Raum und haben hier viel vor.“

Robert Schmidt, Teamleiter Elektrotechnik des städtischen Gebäudemanagements, und Architekt Engelbert Chaumet haben den Umbau geplant und koordiniert. „Die Elektroinstallation, die Sicherheitsbeleuchtung und die Netzwerkverkabelung wurden komplett erneuert und den neuen Aufgaben angepasst“, erklärt Schmidt. Um Kosten zu sparen, wurden das Bühnenpodest sowie Tische von Schreinern des Theaters Aachen gefertigt. „Das haben die Handwerker des Theaters in herausragender Qualität umgesetzt“, lobt Chaumet.

Was dazu führen wird, dass OB Philipp am Montag neben der Tour de France sicher auch ein paar Dankesworte ans Theater richten wird. Im besten Licht, mit perfektem Ton – und vor goldener Stadtsilhouette. So wie sich das für eine Stadt vom Range Aachens, mit der Bandbreite von der historischen Altstadt bis zum hochwissenschaftlichen FutureLab, gehört.

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