Aachen - Premiere von „Theater, Theater“ im Theater Brand

Premiere von „Theater, Theater“ im Theater Brand

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Jede Menge Theater im Theater: Das Theater Brand vermittelt bei seiner neuen Inszenierung Spannung und Kurzweil, Foto: Kurt Bauer

Aachen. Eine Theateraufführung kann ein wahrer Krimi sein. Das bewies die Premiere des Stückes „Theater, Theater“ am Theater Brand. Dabei ist der Krimi durchaus zweideutig angelegt, wie Regisseurin Stefanie Otten erklärt.

„Das Stück funktioniert auf zwei Ebenen, die eine ist eine klassische Kriminalkomödie im Stil von Agatha Christie. Die andere Ebene erlaubt dem Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen der Theaterwelt. Diese Doppelbödigkeit macht den besonderen Reiz aus und verlangt den Darstellern einiges ab, denn sie verkörpern im Stück auch zwei Rollen.“

Schon zu Beginn ist der Zuschauer mitten drin im Alltag am Theater. Ein Darsteller fällt aus, und auch der Ersatz lässt kurz vor einer wichtigen Generalprobe auf sich warten. Ein harter Brocken für Regisseur Falk Wagner, hinge von dieser Generalprobe doch so viel ab.

Hinzu kommt, dass er auch mit dem übrigen Ensemble seine liebe Not hat. Richtig Fahrt nimmt das Stück auf, als ein verspäteter Zuschauer für den Ersatzschauspieler gehalten wird. Reimund Dürr als Julius C. Brenner alias Inspektor Carter und Daniela Otten als Karin alias Lady Thitherthorough geben herrlich überspannte Schauspieler, Maik Schulte überzeugt als cholerischer Regisseur Falk Wagner.

Einigen Zuschauern ist er vielleicht noch als Fuchs aus dem Stück „Der kleine Prinz“ des Chaostheaters in Erinnerung. Dirk Verhoolen spielt den Zuschauer Stefan Schmidt, der unversehens zum Darsteller wird.

Glaubwürdig gibt er den Zuschauer, der mit seinem Agieren auf der Bühne den Rest des Ensembles fast an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt. Die Lacher hat vor allem er auf seiner Seite.

Im zweiten Teil hat das Stück einige Längen, dennoch sind in knapp zweieinhalb Stunden viel Kurzweil und gute Unterhaltung geboten. „Gespannt auf die Resonanz“ war Stefanie Otten vor der Premiere. Die Reaktionen aus dem Publikum zeigten mehrheitlich zufriedene Gesichter.

Dem Urteil von Theaterleiterin Wilma Gier, eine „ganz tolle Premiere“ erlebt zu haben, schloss sich die Mehrheit an.

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