Preiswerte Wohnungen sollen alte Baracken ersetzen

Von: stm
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Aachen. Preiswerter Wohnraum – ein Schlagwort, das auch in der Aachener Politik derzeit eine große Rolle spielt. Insbesondere die SPD und die Linke haben sich auf die (Wahlkampf-)Fahne geschrieben, die Voraussetzungen für dringend benötigte Wohnungen mit niedrigeren Mieten schaffen zu wollen. Auf privater Ebene ist Norbert Hermanns gerade dabei, eben solche Wohnungen zu planen.

 Der Aachener Projektentwickler und seine „Landmarken AG“ haben bereits eine Bauvoranfrage an die Aachener Verwaltung gerichtet, wie Hermanns am Montag auf Nachfrage sagte. Und zwar für das bislang völlig verwahrloste ehemalige Zoll- und Militärgelände zwischen Freunder Weg und Eisenbahnweg schräg gegenüber den Aachen-Arkaden.

Hermanns hatte das 25 000 Quadratmeter große Areal Mitte vergangenen Jahres der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) in Köln abgekauft. Die Bima hatte per Ausschreibung einen Käufer für die Flächen gesucht.

Während der Investor zu diesem Zeitpunkt nach eigener Aussage noch keine klaren Vorstellungen davon hatte, was er überhaupt mit dem Grundstück anfangen wollte, so sind die Ideen nun schon wesentlich konkreter. Zumindest auf einem Teil der Brache kann er sich gut ein Wohnbauprojekt vorstellen. Diese „grobe Idee“ habe in der Verwaltung durchaus Anklang gefunden, sagt Hermanns. Eine konkrete Antwort auf die Voranfrage steht allerdings noch aus. Stadtsprecher Hans Poth hatte auf eine Anfrage unserer Zeitung im Juli 2013 bereits gesagt, dass sich die Stadt dort durchaus den Bau neuer Wohnungen wünschen würde. Auf einem anderen Teil ist auch Gewerbe denkbar.

Um „ein Zeichen zu setzen, dass auf den Flächen etwas passieren soll“, hat der Projektentwickler mittlerweile bereits die Bagger anrollen lassen. Die Gebäude auf dem Grundstück werden zurzeit niedergerissen. „Damit konnte man nichts mehr anfangen, die waren nicht zu retten und sollten schnell weg“, so Hermanns. Kein Wunder, in der Vergangenheit hatte es auf dem Grundstück wiederholt Vandalismus gegeben. Mehrfach war die Feuerwehr wegen Brandstiftungen im Einsatz.

Das Grundstück wurde bis 1995 von der Militärhandelsorganisation CMC der belgischen Armee genutzt, die nicht weit entfernt an der Trierer Straße in Forst einen Einkaufsmarkt betrieb. Bis 2007 war auch der Zoll dort beheimatet. Unter anderem gab es am Eisenbahnweg zwei 1956 gebaute Stahlbetonbauten, die als Kühl- und Lagerhäuser dienten, und ein weiteres Gebäude aus dem Jahr 1962, dazu noch einige kleinere Bauten und Garagen. Von einigen der Gebäude sind jetzt nur noch Schutthaufen übrig, von den anderen in Kürze auch.

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