„Preis für Junge Kunst”: Die Chancen zukünftiger Architektur

Von: Katrin Haas
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Preisträgerin des Preises für Junge Kunst: Beim NAK freuten sich mit Preisträgerin Eleni Kamma (2. von links) Dorothea Jendricke, Dr. Werner Dohmen und Eva Wußing (von links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sie sind höchstens 40 Jahre alt, sind in der Euregio Maas-Rhein geboren, aufgewachsen oder arbeiten hier: Die rund 100 Bewerber für den „Preis für Junge Kunst. Prijs voor Jonge Kunst. Prix de lArt Jeune” des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK) und der Stawag.

Eine fünfköpfige Jury entschied sich für die 39-jährige Künstlerin Eleni Kamma. Sie ist in Athen geboren, in Zypern aufgewachsen und lebt in Maastricht. „In Aachen hat man eigentlich noch keine Arbeiten von ihr gesehen. Wir möchten immer wieder etwas Neues zeigen”, sagt NAK-Direktorin Dorothea Jendricke.

Kamma erhält neben den 3000 Euro Preisgeld die Möglichkeit einer Solo-Ausstellung in den NAK-Räumen. „Uns ist wichtig, dass wir das Euregionale ins Zentrum unserer Ausstellungsreihen stellen”, sagt NAK-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Dohmen.

Genau diese Kriterien erfüllt Eleni Kamma, die zwischen allen drei Ländern vernetzt ist. Sie arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, beispielsweise mit Büchern, Zeichnungen, Videos und Installationen. Darin zeigt sie die Möglichkeiten von zukünftiger Architektur, lässt dabei aber die Raumdefinition offen.

Kamma war unter anderem 2010 Stipendiatin des Residency-Programms des „Wiels Contemporary Art Centre” in Brüssel. Die Solo-Ausstellung im Herbst wird angelehnt sein an ihre aktuelle Ausstellung „From Bank to Bank on a Gradual Slope” in der Villa Romana in Florenz. NAK-Direktorin Jendricke ist zufrieden mit der Zahl der Bewerbungen für den Preis: „Am Ende hatten wir drei Favoriten. Wir wollen zeigen, was für ein Potenzial in dieser Region vorliegt.”

Jurymitglieder waren neben Jendricke auch der Künstler Dr. Martin Schmidl, der zwischen Berlin und Aachen pendelt, Lisette Smits, Kuratorin des „Marres Center for Contempory Culture” in Maastricht, außerdem Dirk Snauwaert, Direktor des „Wiels Contemporary Art Center” Brüssel und die Kuratorin und Kritikerin Astrid Wege.

Der Preis für junge Kunst wird erstmalig vom NAK und der Stawag vergeben. „Uns gefällt dieses Junge, Experimentelle und etwas Ungewisse an der Arbeit des NAK. Wir wollen den Nachwuchs fördern”, erklärt Eva Wußing von der Stawag. Geplant ist, den Preis alle zwei Jahre zu vergeben. Die Ausstellung von Eleni Kamma beginnt am Samstag, 27. Oktober, und läuft bis zum 25. November.
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