Prädikat Familienfreundlich: Vorschläge gesucht

Von: Johannes Leitner
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Aachen. Bereits seit längerer Zeit strebt die Stadt Aachen mit einer familienfreundlichen Politik das Ziel an, ein Umfeld zu schaffen, das für das Familienleben und auch die Gründung neuer Familien besonders attraktiv ist.

Die demografische Entwicklung der letzten Jahre in Deutschland zeigt, dass es notwendig ist, jungen Menschen und ihren Kindern eine Perspektive zu bieten. Doch neben Kitas und anderen kommunalen Angeboten ist dafür auch das Engagement von Firmen, Institutionen, Geschäftsleuten oder auch Aachener Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Diejenigen, die sich dabei besonders hervorgetan haben, werden wie seit 2006 auch in diesem Jahr mit dem „Prädikat Familienfreundlich“ ausgezeichnet.

Jede Aachenerin und jeder Aachener kann dafür eine Maßnahme der Wirtschaft, von Institutionen, Verwaltungen, Vereinen oder von Einzelpersonen vorschlagen, die in besonderer Weise die Familienfreundlichkeit fördert. OB Marcel Philipp hebt die Bedeutung der Auszeichnung hervor: „Es ist nach wie vor ein sehr erfolgreiches Projekt. In den letzten Jahren hatten wir sehr gute Verleihungen. Wir fragen uns immer wieder, wie wir anpacken können, damit wir ein familienfreundliches Umfeld schaffen. Bisher waren wir dabei immer erfolgreich.“

Auch der Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses, Bernd Krott (SPD), äußerte sich positiv: „Wir als Stadt haben uns Familienfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Der Kita-Ausbau ist ein Beispiel dafür. Trotzdem sind wir auf das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Die ausgezeichneten Projekte haben daher eine große Vorbildfunktion.“

Die Entscheidung darüber, wer das Prädikat Familienfreundlich erhält, trifft eine Jury. Eine Besonderheit ist, dass dieser auch Kinder und Jugendliche angehören. In diesem Jahr sind dies drei Schüler der Katholischen Grundschule Kornelimünster und drei Jugendliche von „Jugend und Begegnung im Brander Feld“.

„Die Stadt verfolgt mit der Verleihung drei Ziele: Ein familienfreundliches Klima schaffen, Beispiele für mehr Familienfreundlichkeit öffentlich machen und Danke sagen“, betonte Heinz Zohren, Familienbeauftragter der Stadt. So wurden bereits mehr als 40 Projekte und Aktionen ausgezeichnet. „Für die Einzelpersonen ist es eine Wertschätzung. Die Vereine und Betriebe werben auch mit der Auszeichnung, das unterstützen wir ausdrücklich“, so Philipp.

Bis 30. Juni können Vorschläge für Personen, Institutionen, Vereine und Firmen eingesendet werden. Am 10. Juli entscheidet die Jury. Eine Abstufung gibt es dabei nicht. Die Verleihung erfolgt dann am 19. September, einen Tag vor dem Weltkindertag, bei einem der Preisträger.

Vorschläge können entweder per E-Mail an familie@mail.aachen.de, telefonisch an 43245103 oder per Post an Heinz Zohren, Fachbereich Kinder, Jugend und Schule, Mozartstraße 2-10, 52058 Aachen gerichtet werden. Die Jury besteht neben dem OB, drei Kindern und drei Jugendlichen aus verschieden Vertretern aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und freier Wohlfahrtspflege.

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