„Prädikat Familienfreundlich“: Kinder sollen erst recht profitieren

Von: Maike Holle
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Aachen. „Es ist ganz wichtig, einmal im Jahr Danke zu sagen“, betonte Heinz Zohren, Familienbeauftragter der Stadt Aachen. So findet dieses Jahr zum 11. Mal die Auszeichnung des „Prädikat Familienfreundlich“ statt. Seit 2006 ehrt die Stadt Aachen Menschen, Firmen oder Institutionen, die sich ganz besonders für Familien in Aachen engagieren.

„Das Familienleben ist heute bunter und vielfältiger denn je“, betonte Susanne Schwier, Dezernentin für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport. Trotzdem oder gerade deshalb ist es so wichtig, Familienleben und Familiengründung in Aachen zu stärken. Ziel ist es unter anderem, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen und für eine Erleichterung und Bereicherung der Eltern zu sorgen.

Vor allem junge Menschen sollen nach Aachen ziehen, bleiben und gerne hier Kinder großziehen. Und eine familienfreundliche Politik verhindert nicht zuletzt auch den Wegzug junger Fachkräfte, was auch der Wirtschaft zugutekommt.

Zudem soll die Auszeichnung die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dazu motivieren, zusätzliche Anstrengungen für ein familienfreundliches Zusammenleben zu leisten. „Auf so ein Engagement kann eine familienfreundliche Stadt nicht verzichten“, erklärte Bernd Krott, Vorsitzender des Kinder- und Jugendausschusses.

Das Thema Nachhaltigkeit sei bei der Entscheidung über die Verleihung besonders wichtig, erläuterte Schwier. Der Preis werde selten für einmalige Events verliehen. Zudem sei es wichtig, dass es sich um innovative oder weit über das übliche Maß hinausreichende Angebote oder Aktivitäten handle. „Aachen ist groß, Aachen ist lebendig“, betonte Zohren. Da gäbe es immer wieder etwas Neues.

Das Verfahren für die Verleihung ist recht einfach: Jeder kann das Engagement eines anderen, aber auch das eigene für die Auszeichnung vorschlagen. Die Entscheidung über die Ehrung, die am 6. Oktober verliehen wird, trifft dann eine Jury. Diese besteht nicht nur unter anderem aus dem Oberbürgermeister der Stadt Aachen und einer Vielzahl von Vorsitzenden und Vertretern, sondern auch aus sechs Kindern und Jugendlichen.

Diese gehen „mit großer Ernsthaftigkeit an die Aufgabe ran“, stellte Schwier begeistert fest. Die Richtlinien für die Auszeichnung sind offen und das müssen sie auch sein, denn die Jury sei von der Kreativität der Ideen oft selbst überrascht, betonte die Beigeordnete. Genau deshalb sei auch die Zusammensetzung der Jury so wichtig.

In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Einzelpersonen, Firmen oder Institutionen ausgezeichnet. Wie beispielsweise 2006 das Eltern-Service Büro der RWTH Aachen für seine erfolgreiche Arbeit zur Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie. Oder vergangenes Jahr Angela Ortmanns-Dohrmann, die mit ihren Bilderbuchkino-Vorführungen Kinder für Bücher begeisterte.

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