Aachen - Posaunen und Chöre begleiten die Gläubigen an Fronleichnam

Posaunen und Chöre begleiten die Gläubigen an Fronleichnam

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Fronleichnam auf dem Lindenplatz: Bischof Helmut Dieser zelebrierte gemeinsam mit den Geistlichen des Domkapiels. Foto: Martin Ratajczak
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Fronleichnam in Burtscheid: Rund 1000 Gläubige hatten den Weg zu den Kurparkterrassen gefunden. Foto: Martin Ratajczak
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Fronleichnam im Ostviertel: Auch St. Josef und St. Fronleichnam hatten eine Prozession organisiert. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Nach gutem Brauch findet die Fronleichnamsfeier der Innenstadtpfarreien unter der grünen Baumkuppel des Lindenplatzes statt. Ausgerichtet werden dabei die Messfeier und die anschließende Prozession durch die Geistlichen und die Gläubigen der Domgemeinde.

Bei hochsommerlichen Temperaturen bewährte sich diese grüne Kuppel als ein schützendes Sonnendach. Mehr als 700 Gläubige werden es gewesen sein, die sich eingefunden hatten, um diese bewegende Messfeier mitzuerleben. Die ersten Reihen waren den Kommunionkindern und den Rittern vom Heiligen Grab vorbehalten. Hauptzelebrant war nun zum ersten Mal Aachens Bischof Dr. Helmut Dieser, konzelebriert von Geistlichen des Domkapitels. Musikalisch begleitete traditionell die Privatkapelle Neuss Gottesdienst und Prozession.

In seiner sehr lebensnahen Predigt forderte der Bischof unter anderem die Anwesenden auf, sich vorzustellen, dass sie „ausgehungert seien und Durst ohne Ende hätten“. In einer solchen Situation würden Wasser und Brot für sie zu Wort und Geist verwandelt, was sage: Du lebst nicht aus Dir selbst. Du darfst leben von dem, was Dir geschenkt wird.“

Zugleich forderte der Bischof auch auf, in unserem Alltag wieder das Tischgebet als eine kleine Übung zu installieren und als eine weitere Übung, bei der heiligen Wandlung der Verstorbenen zu gedenken.

Die anschließende Prozession, an der neben den Geistlichen und Gläubigen des Domes traditionell auch die Karlsschützen-Gilde, vier studentische Verbindungen, die Polnische Gemeinde und Ordensleute teilnahmen, führte zum Dom, in dem Dieser mit der Monstranz den Schlusssegen erteilte.

Zeitgleich fand in Burtscheid in den sonnenüberfluteten Kurparkterrassen die Fronleichnamsfeier der Gemeinschaft St. Gregor von Burtscheid statt. Annähernd 1000 Gläubige nahmen daran teil. Zelebranten waren Pfarrer Thomas Faltyn sowie Pastor Frank Hendryks und Peter Möllenborn.

In seiner Predigt behandelte Faltyn das Thema „Stoffwechsel“, bei dem er, wie bei Beziehungen der Liebe, die sich durch Geschenke festigen, aufzeigte, dass auch die Gläubigen mit der Eucharistie ein verbindendes Geschenk erhalten, das im eigentlichen Sinne einem „Stoffwechsel der Beziehungen“ gleiche.

Die an den Gottesdienst anschließende, beeindruckende Prozession führte durch das Jonastor hindurch zum Marienhospital, in dessen Grünanlagen traditionell ein Altar zur abschließenden Segnung mit der Monstranz aufgebaut worden war. Auf dem Weg dahin wurde gebetet und gesungen, instrumental begleitet vom evangelischen Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Aachen.

Zahlenmäßig stark vertreten waren die Schützengesellschaften Tellschützen, St. Sebastianus-Bogenschützen Gilde, last not least die St. Hubertus-Schützen, wie auch die Aachener Narrenzunft und der Burtscheider Bürgerverein. Ein harmonisches, „Generationen übergreifendes Familienfest“ schloss sich und auch die Jüngsten fanden bei Ponyreiten und geselligen Spielen ihren Spaß.

Wie in den Jahren zuvor feierte die Pfarrgemeinde St. Josef und Fronleichnam am Fronleichnamstag ihr Pfarrfest an drei Orten. Nach der Messe in der Fronleichnamskirche zog eine Prozession zum Haus Marien-Linde an der Eifelstraße. Dort wurde die Eucharistie gefeiert. So hatten auch alle Bewohner des Altenheims Gelegenheit am Fronleichnamsfest teilzunehmen.

Weiter ging eine Prozession zur OT Josefshaus am Kirberichshofer Weg, wo der Schlusssegen erteilt wurde. Auch dieses Jahr nahm eine Gruppe Menschen ohne Gehör teil. Dort wurde im Innenhof der OT der zweite Teil des Pfarrfestes eröffnet. Mit Gesprächen, Begegnungen, Spielen für Kinder, Schach, Kegelbahn, Hüpfburg und Bühnenprogramm war für einen bunten Nachmittag gesorgt.

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