Aachen - Pontviertel: Frau mit Bierkrug ins Gesicht geprügelt

Pontviertel: Frau mit Bierkrug ins Gesicht geprügelt

Von: Robert Esser
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Aachen. Mit den Temperaturen steigen seit Tagen auch die Einsatzzahlen der Ordnungsbehörden: Ruhestörungen, Schlägereien und Alkoholmissbrauch stehen ganz oben auf der Liste.

„Man hat das Gefühl, dass viele Leute die ausgefallene Partys der vielen verregneten Tage nachholen wollen - und zwar mit aller Gewalt”, sagte Ordnungsamtschef Detlev Fröhlke auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Polizei zählte seit dem Wochenende allein aus dem Pontviertel vier Körperverletzungsdelikte in ihren Ermittlungsakten. Der jüngste Fall ist besonders abscheulich: In der Nacht zum Donnerstag, gegen 1 Uhr, hat ein 24-jähriger Niederländer aus Kerkrade einer 42-jährigen Niederländerin aus Sittard vor einem Lokal in der Pontstraße mit einem Bierkrug ins Gesicht geschlagen. Sie wurde nach Polizeiangaben schwer verletzt. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der den Täter festhielt, wurde ebenfalls verletzt. Die Polizei nahm den Angreifer fest, der erst in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und sich jetzt wegen Körperverletzung verantworten muss. Bereits eine Stunde früher hatte das Ordnungsamt alle verfügbaren Kräfte zu einem Großeinsatz im Westpark zusammengezogen. Dort war in den Abendstunden eine Open-Air-Party mit rund 200 jungen Menschen ausgeufert.

Lautes Gegröle

Das Gegröle war offenbar so laut, dass sich reihenweise Anwohner beschwerten. Gegen Mitternacht hielten sich immer noch rund 80 Nachtschwärmer im Park auf und verließen diesen erst nach eindringlicher Aufforderung der Ordnungshüter. „Derzeit bewältigen wir mit vier jeweils zweiköpfigen Teams in der Nacht über 20 Einsätze wegen Ruhestörungen”, erklärte Fröhlke. Natürlich sei es nachvollziehbar, dass viele Bürger nun die sommerlichen Tage unter freiem Himmel nutzen wollten, sagte er. Dennoch: „Wir stellen fest, dass viele Konflikte entstehen, nachdem übermäßig Alkohol konsumiert wurde.” Um dem Nachwuchs Einhalt zu gebieten, setze man deswegen gezielt auf Jugendschutzkontrollen in der Ferienzeit, betonte der Ordnungsamtschef. Allerdings könne man diese Einsatzziele nur in begrenztem zeitrahmen verfolgen, weil man immer wieder zu Ruhestörungen gerufen werde. „Die Einsatzkräfte sind die ganze Zeit unterwegs.”

Leicht erhöhte Einsatzzahlen meldet auch die Feuerwehr - vor allem wegen Verkehrsunfällen. So zählte man Dienstag 73 Fahrten des Rettungsdienstes und Mittwoch immerhin 64. In der Regel liegen die Einsatzzahlen in der Ferienzeit etwa zehn Prozent niedriger, teilte Erwin Lausberg von der Feuerwehr mit. Der Wetterbericht verspricht fürs Wochenende Abkühlung - in jeder Hinsicht.
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