Pontstraße: Weiterhin scharfe Kontrollen

Von: stm
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Der Alkoholverkauf in Kiosken im Pontviertel ist den Politikern ein Dorn im Auge, aber eine Lösung gibt es bisher nicht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Auch das ist ein Dauerbrenner. Alkohol- und Gewaltexzesse auf der „Partymeile Pontstraße” beschäftigen die Politik ein ums andere Mal. So wieder am Mittwoch im Hauptausschuss. Deutlich wurde dabei am Ende nur eines: Ein Patentrezept gegen die Randale ist noch nicht gefunden.

Denn auch wenn die Fallzahlen dort nach der Fußball-WM und nach den heißen Sommertagen zurückgegangen sind, so sind sie doch immer noch viel zu hoch, wie Ordnungsdezernentin Annekathrin Grehling durchblicken ließ. Sie bekundete denn auch, dass es weiterhin scharfe Kontrollen dort geben wird, dass ihre Leute wie auch die Polizei die Einsätze dort nicht zurückfahren werden.

Weitergehende Beschlüsse gab es am Ende gleichwohl nicht. Die Verwaltung hatte eine umfangreiche Vorlage auf den Tisch gelegt. Wie berichtet, pocht sie gegenüber dem Land darauf, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Beispiel in Bezug auf die Ladenöffnungszeiten verschärft werden. Angedacht ist auch ein „Mitführungsverbot” von Glasflaschen und von alkoholischen Getränken außerhalb „konzessionierter Flächen”.

In der Politik gingen die Meinungen auseinander. Andreas Müller (Linke) kritisierte zum Beispiel die Vorlage, weil sie zu sehr auf die „Hilfe von oben” zähle, statt dass die Stadt selbst die ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfe. Auch für Boris Linden (SPD) hapert es an der Umsetzung von Empfehlungen, die der „Runde Tisch” - an dem zum Bedauern aller viele Kioskbesitzer bislang nicht teilnehmen wollten - im Pontviertel längst ausgesprochen habe.

Grehling monierte ihrerseits, dass mancher Gastwirt sich nicht an die Selbstverpflichtung zum Verzicht auf „Cocktails to go” halte, die man vereinbart habe. Linden hingegen bekundete, eine solche Selbstverpflichtung habe es de facto nie gegeben. Ralf Demmer (CDU) lobte die Gastwirte, sich insbesondere zu WM-Zeiten an Absprachen gehalten zu haben. Wilhelm Helg (FDP) bekundete zum Beispiel Bauchschmerzen mit dem Glasverbot: „Was macht denn eine ältere Dame, die sich im dortigen Supermarkt Wasserflaschen gekauft hat? Wird die dann mit Sanktionen überzogen?”

Michael Rau (Grüne) war es schließlich, der dafür plädierte, keinen Beschluss zu fassen. Man müsse einen fraktionsübergreifenden Konsens zu diesem Thema finden. Alle Parteien müssten an einem Strang ziehen, warb er. Darauf konnte man sich denn auch einhellig verständigen.
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