Warschau/Aachen - Polnische Freundlichkeit bei frostigem Wetter

Polnische Freundlichkeit bei frostigem Wetter

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Runder Tisch der Freundschaft: OB Marcel Philipp und Dr. Jürgen Linden (links) vom Karlspreisdirektorium trugen dem polnischen Premier Donald Tusk (ganz rechts) gestern in Warschau den Karlspreis an.

Warschau/Aachen. Nur die Außentemperaturen waren frostig: Mit polnischer Freundlichkeit wurde die Delegation aus Aachen am Freitag in der Warschauer Staatskanzlei vom polnischen Premier Donald Tusk empfangen. Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Sprecher des Karlspreisdirektoriums, Dr. Jürgen Linden, trugen dort dem polnischen Premier offiziell den Karlspreis an.

Tusk erhält den Preis, so die offizielle Begründung, „in Würdigung einer beeindruckenden Biografie im Dienste der Freiheit und der Demokratie und in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Verständigung und Zusammenarbeit der Republik Polen mit seinen europäischen Partnern”.

Vor allem sein Einsatz für den Lissabon-Vertrag sei herauszuheben, erklärte Philipp in Warschau. Tusk habe auch viel für die Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen in die Bevölkerung hinein getragen. Der liberale Danziger und ehemalige Solidarnosc-Aktivist erhält den Preis am 13. Mai im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

In Warschau kam Donald Tusk in der Unterredung mit der Aachener Delegation, zu der auch Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreisstiftung gehörte, auf seinen ganz persönlichen Bezug zu Aachen zu sprechen. Mit seinen Kindern sei er im Aachener Dom gewesen. „Hier ruht das Herz Europas, habe er damals gesagt.

Nach dem verstorbenen Europapolitiker Bronislaw Geremek und dem polnischen Papst, der einen außerordentlichen Preis bekam, ist Donald Tusk der dritte polnische Preisträger. Für den designierten Preis wird er jedoch von Polens Rechten kritisiert, die eine deutsche Einmischung in die anstehende Präsidentschaftswahl im Herbst anmahnen. Dabei steht Tusk gar nicht zur Wahl.

Mit Wladyslaw Bartoszewski, dem Koordinator für deutsch-polnische Beziehungen, wurden noch Einzelheiten des Karlspreisfestes, das rund um die Preisverleihung in Aachen stattfinden wird, erörtert und mögliche polnische Künstler und Sportler diskutiert, die den Premier nach Aachen begleiten könnten. Die Besucher aus Aachen - Oberbürgermeister Marcel Philipp war das erste Mal in Polen - konnte sich nach dem Austausch in der Staatskanzlei bei Schneetreiben noch ein Bild von der wieder aufgebauten Warschauer Altstadt machen.
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