Polizeipräsident verlängert Videoüberwachung

Von: tol
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Bilder der Überwachungskameras laufen in der gläsernen Kommandozentrale auf. Foto: Wolfgang Plitzner

<b>Aachen. </B>Die Bilanz nach einem Jahr polizeilicher Videobeobachtung am Friedrich-Wilhelm-Platz ist positiv. Sagt zumindest Polizeipräsident Klaus Oelze: „Wie erwartet, haben wir die Kriminalitätsbelastung erfolgreich reduziert.”

Jedoch liege die Zahl der registrierten Straftaten weiterhin auf überdurchschnittlich hohem Niveau. „Deshalb habe ich mich entschieden, die Videobeobachtung fortzusetzen”, kündigt Oelze an.

Zu dieser Entscheidung kam der Polizeipräsident nach Auswertung der Kriminalitätsstatistik für die ersten zehn Monate. Im Zeitraum vom 25. September 2008 bis 31. Juli 2009 ging die Gesamtzahl der Straßendelikte im beobachteten Bereich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 445 auf 381 und damit um 14,4 Prozent zurück.

Am stärksten rückläufig war die Zahl der Diebstahldelikte: Waren es im Vorjahreszeitraum noch 297, so registrierte die Polizei jetzt nur noch 232 (minus 22 Prozent). Dabei sind besonders die Taschendiebstähle rückläufig: vorher 92, nun 70.

Die genannten Straftaten nahmen allerdings auch in Aachen insgesamt ab, jedoch weniger stark als im videoüberwachten Bereich. So lag beispielsweise der Rückgang der Delikte rund um den Bushof bei 6,6 Prozent und im gesamten Kreispolizeibezirk bei 9,2 Prozent. Der Polizeipräsident schließt daraus: „Die Videobeobachtung hat nicht zu einer Verdrängung der Straftaten in andere Stadtteile geführt.”

Trotz der eindeutig präventiven Bestimmung der Videobeobachtung diente das Videomaterial in 13 Fällen auch als Beweismittel: So wurden sieben Körperverletzungsdelikte erst aufgrund der Videobeobachtung entdeckt. Von 763 Einsätzen am Kaiser-Wilhelm-Platz hatten 77 ihren Ursprung in der Videobeobachtung.

Die Anwendung der Videotechnik führte zu zwölf Festnahmen, davon sieben nach Taschendiebstahl, drei nach Straßenraub sowie jeweils eine nach Körperverletzung und als Vollstreckung eines Haftbefehls.

Polizeipräsident Oelze ist überzeugt, dass die Zahlen auch nach einem weiteren Jahr eindeutig sein werden. Ende September 2010 werde er über eine weitere Fortsetzung der Videobeobachtung entscheiden.
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