Polizei zieht mobilen Weckdienst mit Moped aus dem Verkehr

Von: pol-ac
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Aachen. Wochenlang hatte ein Mopedfahrer aus Belgien jeden Morgen die Anwohner der Lütticher Straße gleich hinter der Grenze mit jaulendem Motor aus den Betten gescheucht. Pünktlich um 6 Uhr. Am Mittwochmorgen stoppte ihn die Polizei. Mit 108 Stundenkilometern.

Der Fahrer, ein junger Mann aus dem benachbarten Kelmis, war seit ein paar Wochen manchem Anwohner der Lütticher Straße mit lautem, grellem Motorengeheul auf den Wecker gegangen. Ein Anwohner hatte sich nun Hilfe suchend an die Polizei gewandt.

Die Polizei nahm sich der Angelegenheit an und postierte sich entsprechend. Pünktlich um 6 Uhr, bereits mehrere hundert Meter von der Messtelle entfernt hörbar, mit höchster Drehzahl jaulend, sogar schlimmer als angekündigt, flitzte der junge Mann durch die aufgebaute Messtelle. 108 Stundenkilometer zeigte die Laserpistole. Erlaubt sind an dieser Stelle 50 km/h.

Entsprechend kleinlaut und einsichtig zeigte sich der junge Mann. Dass seine Maschine einen solchen Lärm mache, sei ihm nicht bewusst. Wegen des gut isolierten Helms höre er den Krach nicht.

Wegen zu schnellen Fahrens kommen auf den Flitzer eine Geldbuße von 240 Euro und ein Monat Fahrverbot zu. Eine Zeit, in der die Anwohner der Lütticher Straße auch mal länger als sechs Uhr schlafen können. Das Moped wurde für den Betrieb in Deutschland stillgelegt.
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