Aachen - Polizei warnt vor „Lederjackenmasche”

Polizei warnt vor „Lederjackenmasche”

Von: pol-ac
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Aachen. Die Aachener Polizei warnt vor Betrügern, die bevorzugt ältere Menschen ansprechen und ihnen minderwertige Lederjacken zu überhöhten Preisen verkaufen wollen.

Die Männer sprechen laut Polizei gezielt ältere Menschen auf der Straße an und geben sich als ehemalige Bekannte aus. Nachdem sie es geschafft haben, das Vertrauen der älteren Leute zu erlangen, versuchen sie, sich Zutritt zu deren Wohnung verschaffen.

Unter Vorwänden versuchen sie dann, wertlose Lederjacken zu weit überhöhten Preisen zu verkaufen. Am Dienstag gegen 13 Uhr haben die Betrüger auf diese Weise versucht, einen 70 Jahre alten Mann aus Aachen übers Ohr zu hauen. Ihm gegenüber gaben sie sich als ehemalige Arbeitskollegen aus.

Der Haupttäter gab sich „Antonio”. Dem Senior boten die Männer vier Jacken an, die eigentlich pro Stück 800,- Euro kosten würden. Er könne sie aber für jeweils 400,- Euro haben. Da der 70-Jährige Misstrauen schöpfte, kam der Betrug nicht zustande.

„Antonio” wird als etwa 40 bis 45 Jahre alt beschrieben und als circa 1,65 Meter groß. Er hat eine kleine gedrungene Figur und eine südländische Erscheinung, außerdem lichtes, kurzes schwarzes Haar und einen schwarzen Schnurrbart. Er sprach Deutsch mit einem italienischen Akzent.

Sein Begleiter, den er als seinen Onkel ausgab, war etwa 50 bis 60 Jahre alt und hatte ebenfalls eine südländische Erscheinung. Unterwegs waren die Männer in einem schwarzen Auto, ähnlich einer Mercedes A-Klasse, mit auswärtigem Kennzeichen.

Bei einer weiteren Tat erbeuteten sie am gleichen Tag gegen 15 Uhr von einem 85 Jahre alten Mann aus Aachen stolze 2100 Euro. Als der Senior den Betrug bemerkte, verständigte er die Polizei. Weil die Betrüger längst das Weite gesucht hatten, war die Fahndung erfolglos.

Die Kriminalpolizei Aachen bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugenhinweise werden bei jeder Polizeidienststelle, unter der Rufnummer 0241/9577-33117 oder - außerhalb der Bürozeiten - 0241/9577-34210 entgegen genommen.

Die Beamten raten dringend davon ab, Fremde ins Haus zu lassen - egal, als was sie sich ausgeben.
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