Städteregion Aachen - Polizei warnt: Mehr als zwei Dutzend Betrugsversuche

Polizei warnt: Mehr als zwei Dutzend Betrugsversuche

Von: red/pol
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Betrüger versuchen derzeit in größerem Maßstab, Bürger in der Städteregion am Telefon übers Ohr zu hauen. Symbolfoto: Marc Müller/dpa

Städteregion Aachen. Eine wahre Welle an telefonischen Betrugsversuchen beschäftigt derzeit die Polizei der Städteregion. „Als wenn sie gerade einen internen Wettbewerb ausrichten“, so warnen die Ermittler, versuchen Betrüger, mit fadenscheinigen Telefonaten Menschen in der Region übers Ohr zu hauen. Mehr als zwei Dutzend Fälle wurden bereits bekannt.

Scheinbar wahllos rufen die Betrüger demnach Bürger an und teilten mit, dass sie von der Polizei oder von einer Glücksspielzentrale seien.

Die falschen Polizisten, die im Telefondisplay mit der Telefonnummer 0241/110 zu erkennen waren, baten die verdutzten Angerufenen um Übermittlung des Kontostandes oder der Angabe von Kontoverbindungen. „Ganz dreiste Betrüger forderten die Bürger sogar auf, ihre Barschaft von der Bank abzuholen und dann auf den nächsten Anruf zu warten“, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Warnung.

Selbst wenn die Geschädigten am Telefon die falsche Polizeinummer als Betrug entlarvten, blieben die Täter im wahrsten Sinne des Wortes dran. Der Täter erklärte von sich aus, dass er nun auflegen werde und tat dies auch vermeintlich. Der Geschädigte hörte am anderen Ende zwar ein Freizeichen - dieses wurde jedoch von den Betrügern eingespielt. Der Geschädigte wählte dann die eigentlich richtige 110.

Da die Leitung aber niemals von beiden Seiten aus unterbrochen war, hatten Geschädigte trotz Neuwahl wieder den Betrüger am Draht, teilweise wurde sogar von realistischen Hintergrundgeräuschen einer Einsatzleitstelle berichtet. Somit wähnte sich der Geschädigte auf der sicheren Seite und die Betrüger setzten ihre Betrugsmasche weiter fort. Die Polizei bittet daher darum, im Zweifel den Hörer immer komplett aufzulegen und erst anschließend die 110 zu wählen.

Die angeblichen Glücksbringer von der Spielezentrale verkündeten einen Hauptgewinn, auf den man allerdings mit 900 Euro in Vorleistung gehen müsse.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist bislang niemand auf die Masche hereingefallen. Damit dies so bleibt, bittet die Polizeibehörde der Städteregion, vor allem Senioren noch einmal über die neue Masche zu informieren und zu warnen. „Wenn einmal dabei, sollte man die miesen Maschen wie Engeltrick, Glaswassertrick gleich mit erwähnen“, sagte Polizeisprecher Paul Kemen.

Grundsätzlich sollten am Telefon keine persönlichen Daten preisgegeben werden. Werde ein Anrufer aufdringlich, sollte man einfach auflegen. Wenn die Polizei in der Region einmal anrufen sollte, erscheint im Telefondisplay des Angerufenen keine 0241/110.

Das Betrugskommissariat der Aachener Kripo ermittelt.

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