Polizei sieht sich immer mehr brutaler Gewalt ausgesetzt

Von: red
Letzte Aktualisierung:
Blaulicht
Gegen alle, die Widerstand gegen Polizisten begangen haben, wurden Strafverfahren eingeleitet. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Aachen. Die Hemmschwelle sinkt immer mehr: Mehrfach ist Aachener Polizeibeamten bei Einsätzen massive Gewalt entgegengeschlagen. Am Sonntag berichtete die AZ über eine Großschlägerei in der Nacht zu Sonntag in der Pontstraße, in die laut Polizei 20 bis 30 Personen verwickelt waren.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren bereits heftig angegangen worden, als sie versucht hatten, die Streitigkeiten zu schlichten. Auch die Polizei, die daraufhin mit mehreren Streifenwagen anrückte, wurde sofort von einigen Männern angegriffen. Zwei Männer wurden daraufhin festgenommen.

Der Polizeibericht von Montag weist auf zwei weitere Fälle hin, die sich bereits am Freitagabend zugetragen haben. Diesmal kam der Notruf aus einem Aachener Krankenhaus. Dort randalierte ein Patient derart, dass das Personal die Polizei rief. Als die Beamten eintrafen, schlug der Mann um sich, beleidigte das Pflegepersonal und die Polizisten und drohte schließlich, aus dem Fenster zu springen.

Die Beamten wurden mehrfach von Faustschlägen und Tritten getroffen. Mit viel Kraftaufwand und mit Unterstützung herbeigerufener Kollegen gelang es, dem 24-jährigen Mann aus Würselen Handschellen anzulegen. Er wurde anschließend in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht.

Nur wenige Stunden später, um 2 Uhr am Samstagmorgen, folgte der nächste Einsatz in der Innenstadt: „Drohende Schlägerei bei einer Geburtstagsfeier!“, lautete der Alarm. „Hauptdarsteller“ hierbei war ein 25-jähriger Mann aus Aachen. Der Gast hatte im Laufe der Fete wohl einige alkoholische Getränke zu viel zu sich genommen und sich mit den meisten der anwesenden weiblichen Gäste überworfen. Schließlich sollte er die Feier verlassen – was er aber nicht tat.

Die Beamten wurden beim Eintreffen am Ort des unvergnüglichen Geschehens sogleich vom dem 25-Jährigen mit Schimpfkanonaden empfangen. Als der Mann in die polizeiliche Obhut sollte, schlug und trat er nach den Beamtinnen und den Beamten. Sein Versuch, sich mit Kopfstößen zu wehren, schlug fehl. Auch er wurde gefesselt und zur Wache gebracht. Dort entnahm ein Arzt dem 25-Jährigen eine Blutprobe.

Gegen alle, die Widerstand gegen Polizisten begangen haben, wurden Strafverfahren eingeleitet – unter anderem auch wegen Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung und Beleidigung. Ein Polizist wurde bei den Auseinandersetzungen so verletzt, dass er ärztlich behandelt werden musste. Er konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Andere Beamte trugen Schrammen davon, berichtete die Polizei am Montag.

Leserkommentare

Leserkommentare (12)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert