Polizei nimmt Radfahrer und Fußgänger ins Visier

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Verkehrsbehinderungen nach Schneefall
Ein Warndreieck weist auf erhöhte Unfallgefahr hin. Foto: dpa

Aachen. Fußgänger, die bei Rot über die Straße laufen, oder auch Radfahrer, die verbotenerweise durch Fußgängerzonen brettern - das sind zwei „Zielgruppen”, bei denen die Polizei in diesem Jahr in der Stadt gezielt hinschauen will.

Von acht Verkehrstoten im Jahr 2009 waren drei Fußgänger und zwei Radfahrer. Die Autofahrer hat sich die Polizei in diesem Zusammenhang schon vergangenes Jahr vorgenommen - und in ihrem Zuständigkeitsgebiet 464 Anzeigen und Verwarnungsgelder gegen Blechpiloten verhängt, die sich Fußgängern gegenüber falsch verhalten hatten. Jetzt will man sich mit verstärkten Kontrollen die andere Seite anschauen, wie Ralf Mallmann, neuer Leiter der Polizeidirektion Verkehr, am Dienstag im Rahmen der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik erklärte.

Alles in allem lässt diese Statistik 2009 bei Mallmann und bei Polizeipräsident Klaus Oelze Zufriedenheit aufkommen. Das Wort „weniger” spielt diesmal die Hauptrolle: weniger Unfälle (siehe Grafik), weniger Tote, weniger Verletzte, weniger alkoholbedingte Unfälle, weniger verunglückte Kinder, weniger Unfallfluchten. Und wenn die Verursacher flüchteten, wurden rund sieben von zehn ermittelt - das ist spitze in NRW.

Für die erfreulichen Tendenzen sind laut Oelze vornehmlich drei Faktoren zuständig: das Wetter, eine Portion Glück „und nicht zuletzt Polizeiarbeit”. Die bewertet der Polizeipräsident gerade in Sachen „Bekämpfung der Hauptunfallursachen” als entsprechend erfolgreich. Und nachlassen sei nicht angesagt - gerade in Bezug auf Tempo- und Gurtkontrollen. Polizeioberrat Mallmann betont indes, dass die Zahl von acht Verkehrstoten in 2009 immer noch ein „unerträgliches Maß” sei. Froh sind er und Oelze hingegen bezüglich der gesunkenen Zahl der Unfälle mit Kindern. Das habe nicht zuletzt mit der Arbeit der Verkehrssicherheitsberater in Schulen und Kindergärten und der guten Arbeit dieser Einrichtungen selber zu tun.

Und dann hätte der Polizeipräsident da noch einen Wunsch: dass es noch ein bisschen Winter bleibt. Beim Wetter der vergangenen Wochen seien die Verkehrsteilnehmer weitaus vorsichtiger unterwegs gewesen als sonst.
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