Polizei macht ernst: Razzia im Ostviertel

Von: stm
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Aachen. Rauschgifthandel, Wettbüros, Anwohner in Angst: Das Ostviertel rückt wieder verstärkt in den Fokus der Polizei. Am Montagnachmittag rückte ein Großaufgebot in der Elsassstraße an.

Teile der Hundertschaft waren ebenso vertreten wie Streifenwagen, Kriminalpolizei und Rauschgiftspürhunde.

Erst wenige Tage zuvor, am vergangenen Freitag, hatte es einen ähnliche, Einsatz gegeben. Polizeipräsident Klaus Oelze bezeichnete bei seiner Pressekonferenz zur Kriminalitätsstatistik - ebenfalls am Montag - die Elsassstraße als „heißes Pflaster” und versprach, die Polizei werde dort ihre Aktivitäten nicht herunterfahren.

Kurz darauf ging es nicht nur in der Elsassstraße, sondern auch am Elsassplatz und am Reichsweg rund.

Im Zuge der Razzia wurden zwei 25 und 32 Jahre alte Männer aus Aachen festgenommen. Gegen sie lagen Haftbefehle wegen Drogenvergehen vor. Sicherstellen konnten die Beamten elf kleine Tüten Marihuana. Gegen die fünf Besitzer sind Strafverfahren eingeleitet worden.

Außerdem ermittelt nun das Gewerbeaufsichtsamt wegen eines nicht genehmigten Spielautomaten gegen den Betreiber einer Spielhalle.

Die Polizisten schalteten auch das Finanzamt ein. Bei der Kontrolle wurde bei einem Mann eine sehr große Bargeldsumme - nach AZ-Informationen über 10.000 Euro - gefunden. Der Mann gab an, die Summe kurz zuvor beim Glücksspiel gewonnen zu haben. Einen Gewinnnachweis konnte er aber nicht vorlegen.

Außer im Ostviertel gab es auch Kontrollen in der Peterstraße. Dort wurde ein Wettbüro geschlossen. Es lag keine gültige Konzession vor. Bei einem Gast fanden die Beamten ein Tütchen Marihuana. Ein anderer hatte mehrere Pillen Viagra dabei. Gegen ihn wird nun ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

In einem anderen Wettbüro fanden die Beamten bei einem 33-jährigen Kunden knapp 30 Gramm Marihuana. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft und einem Richter wurde wenig später die Wohnung des Mannes durchsucht - allerdings ergebnislos. Gegen den polizeibekannten Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

„Die Kontrollen werden fortgesetzt und sogar forciert”, betonte Polizeisprecher Paul Kemen am Dienstag. Anfang März hatten Zeugen gegenüber der Polizei angegeben, in der Elsassstraße würden Drogen verkauft. Seither wird dort regelmäßig kontrolliert. Kemen: „Das Ergebnis der Überprüfungen ist eindeutig: Da ist in wenigen Stunden ganz schön etwas zusammengekommen.”
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