Politik will Gas geben für neue Busstationen

Von: mh
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Aus der Halle auf die Straße: Die Marschroute gilt auch bei der Schaffung neuer Haltestellen an der Peterstraße. Bis Jahresende sollen Konzepte zur Auslagerung aus dem Bushof vorliegen – ein erster Schritt zur langfristig geplanten Umgestaltung des Betonkomplexes. Foto: Michael Jaspers

Aachen. In den Köpfen zahlreicher Planer stellt das Areal rund um den Bushof längst eine der größten Baustellen in Sachen Innenstadtkonzept dar. Doch bis bei der Bewältigung der ersten konkreten Wege zur seit langem gewünschten Umgestaltung der Betonwüste an der Peterstraße der erste Gang eingelegt werden kann, gilt es zunächst, die zentralen Aseag-Haltestellen aus dem nicht gerade heimelig anmutenden Innenbereich des Komplexes selbst zu verbannen.

Mit einem Ratsantrag in Sachen „Busnetz 2015+“ haben die Grünen im Rat die Verwaltung bereits im Mai dieses Jahres aufgefordert, Gas zu geben bei der Verlagerung der Stationen.

Linien werden verlegt

Detaillierte Planungen für die seit langem vorgesehene Schaffung neuer Haltestellen im Kreuzungsbereich Peterstraße/Blondelstraße/Kurhausstraße liegen zwar noch nicht vor. Spätestens aber mit der fürs kommende Jahr angestrebten Verlegung von insgesamt sechs Aseag-Linien über den Willy-Brandt-Platz sollen auch die Konzepte zur langfristigen Umfeldverbesserung zwischen St. Peter und Altem Kurhaus gedeihen.

Im Frühjahr 2016 sollen die – derzeit aufgrund des großen Bauprojekts am Kaiserplatz brachliegenden – Haltestellen nahe dem Kugelbrunnen zunächst auf 60 beziehungsweise 40 Meter verlängert werden, um genügend Platz zu schaffen für die Passagiere. Denn ab dem zweiten Halbjahr 2016 rollen die Linien 4, 23, 43, 73, 125 und 173 quasi auf direktem Kurs zwischen Peterstraße und Kaiserplatz. Damit soll nicht zuletzt der Knotenpunkt Hansemann wesentlich entlastet werden.

Zudem wäre der entscheidende Handlungsspielraum für die Gestaltung neuer, grüner Flächen auf dem heutigen Bushof-Areal sowie attraktiverer Fußwege zwischen Kaiserplatz und Altstadt gewonnen, unterstreicht Grünen-Ratsherr Michael Rau. Dazu sollen Teile des Betonkomplexes abgerissen werden – Zukunftsmusik. Immerhin aber bestehe im Prinzip politischer Konsens darüber, Bibliothek, VHS und Musikschule im Bushof-Gebäude zusammenzuführen – auch um Platz zu gewinnen für eine Art „Pocket-Park“, eine kleine grüne Oase zwischen Kirche und Couvenstraße, so Rau.

Nun freilich gilt es zunächst, das sogenannte Achsenkreuz an der Peterstraße auf den politischen Weg zu bringen: Gleich nach der Sommerpause, am Donnerstag, 13. August, befasst sich der Mobilitätsausschuss des Stadtrats einmal mehr mit dem Thema (17 Uhr, Saal 170, Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße). Zurzeit wird ein Büro ermittelt, das bis zum Jahresende Details wie Ansiedlung der Haltepunkte und Wendemöglichkeiten erarbeiten soll. Anfang 2016 will die Politik das konkrete Konzept beschließen – auch und vor allem als wesentliche Initialzündung für die viel weitergehenden städtebaulichen Pläne rund um die Peterstraße.

Nur eine Zwischenstation

Denn langfristig sollen auch die Haltestellen auf dem Willy-Brandt-Platz nicht mehr als eine Zwischenstation auch auf diesem Weg darstellen. Im Hinblick auf Barrierefreiheit und taktile Leitlinien etwa wollen die städtischen Planer deshalb nach preiswerteren Kompromisslösungen suchen. Mit der Umgestaltung des Bushofs ist letztlich die Schaffung einer zentralen Busstation an der Blondelstraße geplant. Und wenn die realisiert ist, sollen die Busse auf dem Willy-Brandt-Platz nur noch rollen, aber nicht mehr halten.

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