Politik schmeckt Gastronomie im Eurogress nicht

Von: Alexander Barth
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Durchwachsen: Eurogress-Chefin Kristina Wulf muss auch Kritik verdauen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Eurogress hat offenbar Defizite in Sachen Gastronomie. Zumindest, wenn man die Meinungen der Kundschaft betrachtet. Lediglich die Hälfte der Befragten äußerte sich in einer aktuellen Umfrage zur Kundenzufriedenheit positiv über das kulinarische Angebot in Aachens größtem Messe- und Veranstaltungskomplex.

Geschäftsführerin Kristina Wulf stellte im Rahmen der jüngsten Sitzung des Eurogress-Betriebsausschuss die Ergebnisse der Befragung aus 2010 vor, die insgesamt jedoch positiv ausfielen.

So erzielt das Haus in fast allen Bereichen hervorragende Zufriedenheitswerte in der Größenordnung zwischen 75 und 98 Prozent. Lediglich die Gastronomie fällt hier mit gerade einmal 50 Prozent rapide ab. Wenig begeistert zeigten sich auch die im Ausschuss vertretenen Politiker. Sie mahnten die Geschäftsführung des Eurogress´ allesamt nachdrücklich zur Prüfung der Leistungen des Vertragspartners.

Für einige von ihnen schienen die Defizite im Gastro-Bereich hingegen überhaupt nichts Neues zu sein: Hermann Josef Pilgram (Grüne) erklärte, die dramatischen Ergebnisse entsprächen eigenen Erfahrungen. Der bestehende Exklusiv-Vertrag mit dem aktuellen Caterer, der benachbarten Casino-Gastronomie, sei jeweils zum Jahresende kündbar. „Da müssen wir tatsächlich das Ergebnis sehen und in kommenden Verhandlungen berücksichtigen, wenn es um die Verlängerung geht.”

Bewährungschance für Caterer

Der versammelte Ausschuss, allen voran Franz-Josef Plum (CDU), empfahl, nicht etwa die bislang übliche automatische Verlängerung des Vertrages abzuwarten. Vielmehr sei es nun an der Zeit, den Partner zu Verbesserungen anzuregen, und sich, wenn nötig, nach Alternativen umzusehen. Der automatischen Verlängerung des Vertrages für das kommende Jahr könnte bis 31. August ein Riegel vorgeschoben werden. Der Partner solle aber in jedem Fall die Möglichkeit zur Bewährung erhalten.

Weitaus freundlicher stimmte den Ausschuss der Blick auf die Auslastungszahlen des Messezentrums sowie die aktuelle Buchungsnachfrage. Man sei in der „luxuriösen Position, Absagen wegen bereits bestehender Buchungen erteilen zu müssen”, teilte Wulf den Politikern mit. „Wir haben insgesamt zu viele Anfragen, als dass wir sie alle annehmen könnten”.
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