Politik für Kinogänger: Jusos und Apollo verbinden Film und Diskussion

Von: Antje Uhlenbrock
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Aachen. Eine „Marke” soll das Projekt „Filme im Dialog” der Jusos Aachen und dem Apollo-Kino werden. Heißt: Der Zuschauer soll insbesondere wegen dieses Angebots ins Kino gehen.

Das Konzept dafür klingt vielversprechend. „Wir holen den Zuschauer nach dem Film da ab, wo die Fragen am größten sind”, erklärt Simon Kluge, stellvertretender Theaterleiter des Apollo-Kinos. Und das funktioniert so: Nach einem im Rahmen der normalen Vorstellung gezeigten Film findet ein Vortrag über dessen meist politischen Hintergrund statt. Es folgt eine Diskussion. „Wir wollen die Hemmschwelle senken, sich mit Politik zu beschäftigen”, erzählt Dominic Gohla, Vorsitzender der Jusos.

Den Anfang macht im Capitol am 17. März der aktuelle Film „Männer, die auf Ziegen starren” mit George Clooney. Die Komödie basiert auf einer wahren Geschichte aus den 70ern, nach der das US-Militär versuchte, Soldaten mit übersinnlichen Fähigkeiten auszubilden. Anschließend referiert der Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen am Institut für Politische Wissenschaften der RWTH, Ralf Rotte, 15 bis 20 Minuten über unkonventionelle Kriegsstrategien. Der Vortrag selbst ist kostenlos - und nicht nur für Jusos interessant.

Denn weder soll die Veranstaltung ein Sprachrohr für die Interessen der Jusos sein noch zielt sie auf eine bestimmte Gruppe ab. Ganz im Gegenteil: „Der Film spricht verschiedene Menschen an, die dann erst mal nicht zielgerichtet wegen der Diskussion ins Kino gehen”, sagt Mathias Dopatka, ehemaliger Vorsitzender der Jusos Aachen. Das heutige Stadtratsmitglied hatte vor anderthalb Jahren die Idee zu dem Projekt. Nils van Rey, Assistent der Gesamtleitung des Apollo-Kinos, war sofort begeistert. Deswegen ist auch schon ein zweiter Termin geplant.

Am 24. März findet nach dem Film „Ein Prophet” ein Vortrag von Polizeipräsident Klaus Oelze im Apollo-Kino statt. Der Streifen dreht sich um einen Kleinganoven im Gefängnis. Weitere Termine sollen folgen. „Wenn möglich, mindestens einmal im Monat”, setzt Dominic Gohla ein ehrgeiziges Ziel. Die Startzeiten der Filme entsprechen dem normalen Tagesprogramm und können dort jeweils eingesehen werden.
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