Aachen - Politik bekräftigt ihr Ja zur Musikschule

Politik bekräftigt ihr Ja zur Musikschule

Von: mh
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Erneutes klares Bekenntnis zum
Erneutes klares Bekenntnis zum Standort Blücherplatz: OB Philipp höchstselbst (vorn links) trat - ebenso wie Vertreter aller Fraktionen im Bürgerforum - Befürchtungen zahlreicher Bürger im Hinblick auf eine Auslagerung der Musikschule Richtung Eintrachtstraße entgegen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ausgerechnet im Ausweichquartier des Bürgerforums - wegen der Vorbereitungen zum Karlspreis tagte das Gremium statt im Ratssaal im vergleichsweise beengten Sitzungsraum des Verwaltungsgebäudes Mozartstraße - ist Dienstagabend in jedem Sinn ein Schulbeispiel in Sachen Mitsprache und Beteiligung zu erleben gewesen.

Rund 80 Menschen hatten sich eingefunden, um wichtige Weichenstellungen vor allem in Sachen Bildung und Kultur zu diskutieren. Darunter vor allem Schüler, Eltern und Lehrer der Musikschule, der Abendschulklassen von der Eintrachtstraße und der vier Förderschulen.

Erstere waren - nach den jüngsten Querelen rund um Verbleib oder Umzug der Musikschule vom Blücherplatz in die ehemalige Grundschule Eintrachtstraße - durch ein kurzfristig von der Verwaltung eingebrachtes Papier in Sachen Kostenvergleich auf den Plan gerufen worden.

Erneut waren dabei nämlich die Aufwendungen einer vor allem dringenden Brandschutzmaßnahmen geschuldeten Herrichtung des Gebäudes am Blücherplatz als weit höher angegeben worden als die Kosten für eine Verlagerung - damit nahm eine lange Debatte ihren Lauf, die Silvia Kleidon, Vorsitzende des Fördervereins, mit einer detaillierten Analyse des Zahlenwerks aus der Perspektive der Musikschüler befeuerte.

Tenor: Man befürchte nun, dass das Gebäudemanagement die Kostenfrage letztlich so interpretiere, dass der Rat am Ende eben doch für den Umzug stimme. Was der Leiter des Gebäudemanagements, Michael Ferber, mit allem Nachdruck zurückwies: Von „Taschenspielertricks” könne keinesfalls die Rede sein. Und selbst OB Marcel Philipp persönlich war zur Stelle, um letzten Befürchtungen den Wind aus den Segeln zu nehmen: Selbstverständlich stehe er zu seiner jüngsten Aussage, dass eine Sanierung im laufenden Betrieb erfolgen könne - und die Politik stehe geschlossen hinter ihm.

Das unterstrichen die Vertreter aller Fraktionen. Der „Schulfrieden” schien zumindest in diesem Punkt endgültig wiederhergestellt - zumal auch die Abendschüler nun weiter an der Eintrachtstraße lernen können. Einigkeit bestand schließlich nicht zuletzt im Bekenntnis, dass die Kommunikation zwischen Verwaltung, Politik und Bürgern ebenfalls durchaus ausbaufähig sei...
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