Platzprobleme? FH nimmt Philips-Labore ins Visier

Von: Thorsten Karbach
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Neue Perspektiven für die FH
Neue Perspektiven für die FH Aachen: Laut Rektor Marcus Baumann soll eine „hohe Millionensumme” investiert werden, um sich die ehemaligen Philips-Forschungslaboratorien zu sichern. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Fachhochschule Aachen will weiter in die Zukunft investieren - und zwar in der unmittelbaren Nachbarschaft. Neben dem Standort an der Eupener Straße sollen nach Angaben von Rektor Marcus Baumann die drei Gebäude an der Ecke Weißhausstraße gesichert werden, in denen jahrelang das Philips-Forschungslaboratorium untergebracht war.

„Wir wollen dort für unsere Studierenden Arbeitsräume schaffen”, erklärt Baumann. 10.300 Studierende zählt die Fachhochschule Aachen in den 48 Bachelor- und 22 Masterstudiengängen der Ingenieurwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften und des Designs aktuell. Das sind mehr denn je. Und der ganz große Ansturm durch den doppelten Abiturjahrgang folgt 2013. Und dem muss mehr Platz eingeräumt werden als je zuvor.

Laut Marcus Baumann will die FH eine „hohe Millionensumme” in die Forschungsstätten, in denen bis Sommer 2010 noch rund 230 Philips-Mitarbeiter beschäftigt waren, investieren. Das Geld komme aus den Hochschulpakten I und II des Bundes, die zur Verbesserung der Situation der Studierenden eingesetzt werden dürfen. „Wir haben die Mittel, um uns die Gebäude zu sichern”, betont Baumann. Und mit einem Investor sollen die Gebäude für den Hochschuleinsatz ausgerichtet werden.

Mehr als 1000 Quadratmeter würde die Fachhochschule gewinnen. „Das bringt uns ein gutes Stück weiter”, sagt der Rektor. Denn es gebe jetzt schon zu wenig Arbeitsplätze für die Studierenden, insbesondere im Bereich der Ingenieurwissenschaften. Und die erforderlichen Labore ließen sich auch nicht kurzfristig für den Doppel-Abitur-Jahrgang in angemieteten Räumen schaffen. „Das können wir vergessen. Wir müssen jetzt für die Zukunft investieren”, erklärt Baumann.

Vielerorts beschäftigen sich die Aachener Hochschulen mit der Frage, wo sie neue Vorlesungs-, Seminar- und Arbeitsräume schaffen können, um Hunderte zusätzliche Studenten adäquat unterzubringen. Die RWTH will im Mai ein entsprechendes Konzept vorstellen, nachdem klar wurde, dass das neue Hörsaalzentrum an der Claßenstraße nicht rechtzeitig fertiggestellt werden kann.

Hunderte Plätze

An der Eupener Straße würden neue Arbeitsräume mit hunderten Plätzen an der Fachhochschule auch ein anderes Problem lindern können. Denn im benachbarten Fachbereich Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften klagen Studierende über die viel zu kleine Mensa, in der lange Schlangen alltäglich und Sitzplätze Mangelware seien. Dort hin ziehen sich laut Baumann Studierende auch zum Lernen und Arbeiten zurück. Das müssten sie dann in Zukunft nicht mehr. „Wir haben ein echtes Platzproblem”, sagt Baumann. Deswegen werde investiert.
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