Planungsausschuss beschließt Konzept zum alten Tivoli

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Wo einst Fans auf dem alten Tivoli Glanzstunden und Niederlagen feierten, wird demnächst gebaut. Geplant sind Wohnungen, Einzelhandel, ein Appartmenthaus und ein sogenannter Vollsortimenter, also eine kleinere Art Einkaufszentrum. Foto: zva/Archiv

Aachen. Die Tage des alten Tivoli sind gezählt. Dort, wo heute noch die Amateurmannschaften von Alemannia Aachen ihre Meisterschaftsspiele austragen, sollen junge Familien mit Kindern eine neue Heimat finden.

Dem Planungsausschuss wurde am Donnerstag das städtebauliche Konzept der Architekten Norbert Post und Hartmut Welters vorgestellt. Die Variante „Grüne Mitte” hat der Ausschuss einstimmig bei einer Enthaltung gebilligt.

Etwa 40 Einfamilienhäuser und 69 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau sollen zwischen Emmastraße und Krefelder Straße entstehen, darüber ein Hotel der 3-Sterne-Kategorie mit 120 Zimmern und ein Boarding-Haus mit 80 Appartements, die kurzzeitig vermietet werden.

Im nordöstlichen Bereich an der Krefelder Straße wird nach dem vorgelegten städtebaulichen Konzept ein Lebensmittelgeschäft mit etwa 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen, ein sogenannter Vollsortimenter mit einem breit gefächerten Warenangebot zur Nahversorgung der Soers.

Rund 1400 Quadratmeter sind als Grün- und Spielfläche sowie für eine Kindertagesstätte vorgesehen. Doch als Zielgruppe für die Wohnbebauung haben die Dortmunder Architekten nicht nur junge Familien, sondern auch Senioren und 1-2 Personen-Haushalte im Auge. Angestrebt werden innovative Wohnformen, die auf Solartechnik als Energiequelle zurückgreifen.

Kleine Reminiszenzen an die alte, etwa hundert Jahre alte Nutzung als Fußballstadion sollen erhalten bleiben. Geplant ist, am „Würselener Wall” Terrassenwohnungen entstehen zu lassen, um damit gleichzeitig eine Schallschutz-Bebauung gegenüber dem Sportlärm des angrenzenden Trainingsplatzes herzustellen. Einzelne Elemente des alten Stadions könnten zur Gestaltung von Außenanlagen verwendet werden.

Alemannia Aachen wird das Stadion voraussichtlich bis Ende 2010 nutzen. Der Offenlagebeschluss soll im ersten Quartal 2010 erfolgen, im Anschluss daran könnten die Grundstücke ausgeschrieben werden, so dass Anfang 2011 mit dem Abriss des alten Stadions und dem Neubau der Wohnungen begonnen werden könnte.
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