Planungen zum Montessori-Zentrum auf den Weg gebracht

Von: Martina Stöhr
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Aachen. Der Schulausschuss hat den Planungsauftrag zum Montessori-Zentrum an der Kaiserstraße in Eilendorf jetzt erteilt.

Der dort bereits vorhandene Gebäudekomplex soll so gestaltet werden, dass eine zweizügige Grundschule und eine Kita mit fünf Gruppen Platz finden. „Das ist deutlich billiger als ein Neubau“, meinte Holger Brantin (CDU). Und Bernd Krott (SPD) sagte, dass damit auch dem Wunsch der Eilendorfer Schulkonferenz Rechnung getragen würde.

Gerd Gerards vom Gebäudemanagement beschrieb die Gebäude an der Kaiserstraße als „inhomogenes Konglomerat“ mit hohem Sanierungsbedarf. Schon heute sind die Montessori-Grundschule und die entsprechende Kita dort untergebracht. Die Kita muss aber gemäß dem zu erwartendem Bedarf vor allem auch an U3-Plätzen auf fünf Gruppen erweitert werden.

Keine Bedenken im Stadtteil

Das an der Kaiserstraße hinzukriegen, sei eine große Herausforderung, meinte Krott. Auch in Eilendorf scheint man mit dieser Lösung einverstanden zu sein. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler jedenfalls fühle sich nicht übergangen, meinte Brantin und räumte damit Befürchtungen des Kinder- und Jugendausschusses aus dem Weg. Auch der hat sich für den Standort Kaiserstraße ausgesprochen.

Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, gab noch einmal Entwarnung. Von den auf Asbestbelastung geprüften Putz- und Spachtelmassen gehe keine Gefahr aus. Untersuchungen durch Experten auch vom Bundesumweltamt hätten ergeben, dass bei entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Die Kita Stettiner Straße soll vorübergehend in der Gemeinschaftsgrundschule Schönforst unterkommen. Dort sollen entsprechende Räume hergerichtet werden, unter anderem zusätzliche sanitäre Anlagen, ein Wickelraum und ein Ruheraum. Auch ein Teil des Außenbereichs soll abgetrennt werden, so dass die Kita-Kinder dort spielen können. An der Stettiner Straße wird derweil ein neues Gebäude für die Kita entstehen. Die war dort zunächst mit nur einer Gruppe in einem ehemaligen Schulpavillon angesiedelt worden (siehe auch Bericht auf Seite 21). Laut Verwaltung besteht gerade in Forst ein großer Bedarf an U3-Plätzen. Die Versorgungsquote liege hier bei nur 31,60 Prozent.

Der Schulausschuss stimmte diesen Plänen jetzt zu. Michael Sahm (Piraten) würde sich allerdings wünschen, dass die Umbauten in der Grundschule Schönforst nicht wieder zurückgebaut werden. Vielleicht könnten sie ja anderweitig genutzt werden, meinte er.

Immerhin kosten die Umbauten für die vorübergehende Unterbringung der Kita 200.000 Euro, enthalten sind hier allerdings schon die Kosten für den Rückbau: Der kostet 37.000 Euro.

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