Planspiel Börse: Junge Leute mit richtigem Riecher

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Entwickelten unterschiedliche Strategien für den Wertpapierhandel: die Schülerinnen und Schüler, die beim aktuellen Planspiel Börse mitgemacht haben. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Verschiedene Wege führen zum Profit – zumindest im Planspiel Börse der Sparkassen und damit wohl auch in der realen Welt des Wertpapierhandels. 121 Schülerteams und 87 Studierendenteams aus dem Verbreitungsgebiet der Sparkasse Aachen waren im vergangenen Jahr beim bundesweiten Wettbewerb dabei.

An dem separaten Planspiel Börse für Auszubildende der Sparkasse beteiligten sich 31 Teams aus Aachen. Die besten wurden jetzt von Wilfried Nellessen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Aachen, ausgezeichnet, der den „richtigen Riecher“ der jungen Leute lobte: „In diesen turbulenten Börsenzeiten ist es nicht leicht, auf die richtigen Werte zu setzen.“

Die Strategien waren unterschiedlich: Oft waren die Teams mit VW, Google und Amazon erfolgreich, andere nutzten ihr Wissen über Entwicklungen am Spielemarkt und kauften Aktien des französischen Spieleentwicklers Ubisoft. Mal sprangen die Börsen-Spieler in die Werte rein und wieder raus, andere sahen den Erfolg in langfristigen Einkäufen.

Den Kalender im Blick zu haben – das nahende Weihnachtsgeschäft oder die nächste Entscheidung der Europäischen Zentralbank – konnte ebenfalls hilfreich sein. Selbst Streitigkeiten im Team müssen nicht unbedingt zu Verlusten im Wertpapiergeschäft zur Folge haben.

Das bewies die „Strohhutbande“ des Gymnasiums Alsdorf, die den ersten Platz in der Schülerwertung mit einer Wertsteigerung von über elf Prozent erreichte, obwohl sich die jungen Männer nicht immer einig waren, welche Papiere denn nun gekauft werden sollten, „weshalb wir lange auf Platz fünf lagen“. Schließlich führte sie Ubisoft zum Sieg.

„Die vier lustigen Fünf“ von der Gesamtschule Brand und „Costafastganix“ vom Berufskolleg Stolberg belegten die Plätze dahinter. In der Nachhaltigkeitswertung holte sich das Team „Eisstation Zebra AG“ vom Berufskolleg Eschweiler“ den ersten Platz. Es hatte mit als besonders nachhaltig gekennzeichneten Aktien aus der 175 Unternehmen umfassenden Einkaufsliste die größte Rendite erzielt. Bei den Studierenden lag hier Julian Binder vorn.

Dominik Kleimaier, Student der Materialwissenschaft und Wertstofftechnik an der RWTH Aachen, konnte sein Kapital von 100.000 Euro um fast 20.000 Euro erhöhen – und sicherte sich damit als Erstplatzierter der Depotwertung nicht nur das Preisgeld der Sparkasse Aachen. Er rangierte zudem in der bundesweiten Wertung auf dem zweiten Platz. Für ihn war das allerdings noch kein Grund, reales Geld ebenfalls an der Börse zu investieren.

„Hätte ich tatsächlich 100.000 Euro würde ich allenfalls einen Bruchteil davon für Aktien einsetzen. Das wäre mir doch zu risikoreich“, sagte der gebürtige Essener. Anders der Zweitplatzierte Kevin Ball, der nach „den guten Einblicken ins Börsen-Investment“ gerne weiter in Aktien investieren will. Den dritten Platz belegte das Team von Daniel Bronk und Moritz Gehre.

Im Azubi-Planspiel siegte das Team „Hantelbank AG“. Die Nachhaltigkeitswertung entschied das Team „In-the-MoneyBoiz“ für sich. Sie erreichten auch in der NRW-Wertung den ersten Platz und deutschlandweit immer noch den sechsten.

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