Pläne für Richterich reifen endlich

Von: Amien Idries
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Haben große Pläne für das Richtericher Dell: Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne (CDU), Michael Rau (Grüne), Maike Schlick (CDU) sowie Lisa Lassay (Grüne). Foto: Martin Ratajczak

Richterich. Seit fast 20 Jahren liegen die Pläne für das Richtericher Dell in der Schublade. Ab und zu werden sie hervorgeholt und aktualisiert, um dann wieder zu verschwinden. Die schwarz-grüne Ratsmehrheit will nun endgültig die Weichen für das Neubaugebiet stellen, das zwischen Horbacher Straße und Banker Feld Straße liegt.

Auch weil es die „letzte große Wohnungsbauerweiterungsfläche der Stadt Aachen ist” und laut CDU und Grünen der Wohnraumbedarf durch die Campus-Entwicklung zunehmen wird.

Das große Problem der Erschließung des etwa 60 Hektar großen Areals war stets der Verkehr. „Die Horbacher Straße ist vollkommen ungeeignet, um den Verkehr durch neue Einwohner oder sogar Baufahrzeuge aufzunehmen”, erklärt Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne (CDU). Eine Ortsumgehung sei daher zwingend erforderlich.

Die soll nun umgesetzt werden und die Horbacher Straße mit der Roermonderstraße verbinden. „Die Kosten in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro müssen von der Stadt getragen werden”, erläutert Grünen-Fraktionssprecher Michael Rau.

Die hohen Kosten ergeben sich daraus, dass die Bahnlinie gekreuzt wird. Gegenfinanziert werden soll das Bauvorhaben durch den Verkauf der Grundstücke. „80 Prozent des Areals sind in städtischer Hand”, erklärt Maike Schlick, planungspolitische Sprecherin der CDU.

Parallel zum Planfeststellungsverfahren für die Straße soll durch den Rat ein Bebauungsplan für das Neubaugebiet in Auftrag gegeben werden. Diese Planungen beginnen nicht bei Null.

Bereits im Jahr 2005 wurde ein städtebaulicher Masterplan beschlossen. „Dieser sieht eine langfristige Bebauung von knapp 37 Hektar mit einer Gesamtzahl von 840 Wohneinheiten vor”, sagt Schlick. Ziel sei eine „gesunde Mischung” aus Mehrgenerationenwohnen, Single- sowie Altenwohnen.

Erste „Cluster” im Blick

Zunächst sollen zwei der Baufelder mit zusammen sieben Hektar und Platz für 140 Wohneinheiten angegangen werden. Das erste liegt im Süden unmittelbar an der Bahnlinie, das zweite schließt an die bestehende Bebauung an und liegt an der Horbacher Straße. Diese „Cluster” wurden ausgewählt, um eine gute Verzahnung mit der bestehenden Siedlung zu ermöglichen.

Auf Basis des alten Masterplans sollen etwaige Energiesparpotenzial ermittelt werden. „Ziel ist ein CO2-neutraler Stadtteil”, gibt Rau das hochgesteckte Ziel vor. Dazu sei interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Kooperation mit der Stawag vonnöten.

Am Mittwoch wird die Thematik in der Bezirksvertretung Richterich besprochen. Im September werden CDU und Grüne dann einen Ratsantrag stellen, der die Verwaltung mit der Erstellung der Bebauungspläne beauftragt. Wann die ersten Bagger tätig werden können, ist nicht klar. Etwa zwei bis drei Jahre würden die Planungen schon brauchen, geben Rau und Schlick zu Protokoll.
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