Plädoyer für die soziale Vielfalt

Von: Tim Habicht
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Die soziale Vielfalt im Blick: von links: Daniela Jahn (VKM Aachen), Martin Czarnojan (Straffälligenhilfe Aachen), Albert Schiffer (Komo), Natalie Djurkovic (Frauen helfen Frauen), Birgitt Seifarth (VAMV), Agnes Zilligen (Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen), Walter Brüsseler (Aidshilfe), Merete Menze (Paritätischer), Andrea Weyer (Kinderschutzbund), Hilde Orfeld (Lebenshilfe), Barbara Krüger (Lebenshilfe), Anja Schüller (Krebsberatung), Michael Aymans (Schuldnerberatung).

Aachen. Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Vor allem, wenn man ein Fazit über Erfolg und Misserfolg innerhalb dieser Zeitspanne ziehen soll. Aber genau das hat die Pari-AG, eine Arbeitsgruppe im Paritätischen Dachverband der Städteregion Aachen, zur bevorstehenden Kommunalwahl zum Thema „Soziale Vielfalt in Stadt und Städteregion Aachen – Paritätische Träger gut aufgestellt“ getan.

Das Feedback der elf Mitgliederorganisationen der Pari-AG zur vergangenen Legislaturperiode fiel dabei betont positiv aus. Man habe sich zusammengesetzt und den Fokus auf die positiven Aspekte gelegt. Es gebe allerdings noch einiges zu verbessern.

„Insgesamt sind die Politik und Verwaltung in den letzten fünf Jahren sehr kooperativ gewesen. Dabei war vor allem die Entstehung der Städteregion Aachen und damit verbundene kürzere Wege beziehungsweise vor allem die Zentralisierung der Gesundheitsfragen positiv“, fasst Merete Menze, Geschäftsführerin des Paritätischen zusammen. Der Paritätische in der Städteregion Aachen ist der Dachverband für derzeit 111 Vereine, Initiativen und Selbsthilfegruppen.

Mit ihren Angeboten, Diensten und Einrichtungen liefern sie soziale Hilfen für alle Einwohnerinnen und Einwohner und dienen auch als Antenne für Politik und Verwaltung. „Denn wir sehen und spüren soziale Probleme und Ungerechtigkeiten immer ein wenig vorher. Als Partner der Stadt Aachen leiten wir diese Informationen dann weiter und können gemeinsam darauf reagieren“, so Menze weiter.

Dabei ist die Vielfältigkeit der sozialen Vereine und Institutionen alleine schon in der Pari-AG extrem groß. Dort sind beispielsweise die Lebenshilfe, die Aids-Hilfe, der Kinderschutzbund sowie die Straffälligenhilfe vertreten. Im Dachverband sind insgesamt über 3000 hauptamtliche und fast 1700 ehrenamtliche Kräfte vereint.

Der Verband versteht sich als Solidargemeinschaft unterschiedlicher und eigenständiger Initiativen, Organisationen und Einrichtungen, die das breite Spektrum sozialer Arbeit repräsentieren. Damit dieses Angebot auch in der kommenden Legislaturperiode angeboten und ausgebaut werden kann, benötigt es zwei Sachen: Geld und Planungssicherheit.

„Unsere Arbeit befindet sich auf einem guten Weg. Wir kooperieren untereinander sehr stark, das Zusammenspiel wird immer besser. Durch eine gewisse Planungssicherheit in der vergangenen Legislaturperiode konnten wir weitere Ressourcen freisetzen. Aber das, was wir erreicht haben, kann auch sehr schnell wieder zerstört werden“, betont Martin Czarnojan, Geschäftsführer der Straffälligenhilfe Aachen.

Deswegen wollte man die positiven Aspekte herausstreichen und Politik und Verwaltung zeigen, dass man viel erreicht hat und noch mehr erreichen kann. Dafür müsse aber auch in den nächsten Jahren von Politik und Verwaltung Unterstützung kommen. Denn die soziale Vielfalt in Aachen ist eine ganz besondere.

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